Am 15. April 2026 findet an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) eine spannende Diskussion über den Wert von Arbeit statt. Kevin Kühnert, bekannt als eine prägende Figur der SPD-Jugendorganisation und ehemaliger Bundestagsabgeordneter, wird um 16:00 Uhr gemeinsam mit Prof. Dr. Jana Costas von der Viadrina über „Was ist Arbeit wert? Zwischen Plattformökonomie, Finanzmärkten und gesellschaftlichen Umbrüchen“ referieren. Die Veranstaltung wird von Mads Pankow geleitet und simultan ins Englische übersetzt, um ein breiteres Publikum anzusprechen. Eröffnet wird die Veranstaltung vom Präsidenten der Viadrina, Prof. Dr. Eduard Mühle, begleitet von einem Grußwort von Dr. Manja Schüle, der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Nach der Diskussion wird um 17:30 Uhr der neue Viadrina Coworking Space feierlich eröffnet. Diese Initiative ist Teil der Viadrina Debate, einer Veranstaltungsreihe, die sich mit gesellschaftlich relevanten Zukunftsthemen beschäftigt. Der Auftakt der Reihe fand bereits im Oktober 2025 mit dem Thema „Machtverschiebung durch KI: Wer profitiert, wer verliert?“ statt, was das große Interesse an Fragen des digitalen Wandels und seiner Konsequenzen unterstreicht.

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Plattformökonomie im Fokus

Ein zentrales Thema der anstehenden Diskussion wird die Plattformökonomie sein, die in der heutigen Arbeitswelt eine immer größere Rolle spielt. Online-Plattformen ermöglichen es, Tätigkeiten und Leistungen über das Internet zu vermitteln, sei es in Form von Textaufträgen, Programmierung oder sogar Fahrdiensten. Laut dem BMAS ist die Plattformökonomie ein Treiber der digitalen Transformation und erfordert neue Ansätze, um faire Arbeitsbedingungen zu schaffen. Dabei sollen insbesondere Solo-Selbstständige Zugang zu sozialrechtlichen Schutzmechanismen erhalten, um sie in der digitalisierten Arbeitswelt abzusichern.

Im Rahmen der politischen Diskussion wird die Notwendigkeit betont, ein „level-playing-field“ zu schaffen, sodass Unternehmen gleiche Bedingungen bei den zentralen Tätigkeits- und Beschäftigungsbedingungen haben. Diese Überlegungen fließen in Eckpunkte ein, die auf Dialogen mit Plattformtätigen, Betreibern, Gewerkschaften und Wissenschaftlern basieren. So wird die Plattformökonomie als flexible Arbeitsform bezeichnet, die den Menschen ermöglicht, ihre Arbeitszeiten und -orte selbst zu bestimmen, zum Beispiel über Plattformen wie Helpling, Lieferando und Uber.

Der Weg zur fairen Plattformarbeit

Dass die Herausforderung der Plattformökonomie nicht nur national, sondern auch international thematisiert wird, zeigt die Tatsache, dass im Rahmen der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft eine Peer Review mit der EU-Kommission zur Plattformarbeit durchgeführt wurde. Hierbei wird ein sozialer und nachhaltiger digitaler Wandel angestrebt, der auch die Entwicklungen auf europäischer Ebene in den Blick nimmt. In diesem Kontext sind die EPSCO-Diskussionen unter europäischen Arbeits- und Sozialministern über die Plattformwirtschaft sowie die notwendige politische Regulierung von großer Bedeutung.

Das Thema wird zudem von unterschiedlichen Forschungsprojekten begleitet. So untersucht beispielsweise das von der Denkfabrik des BMAS geförderte Forschungsprojekt die Arbeitsbedingungen in der Plattformökonomie in Deutschland und zielt darauf ab, Verbesserungen zu erarbeiten. Diese Ergebnisse sind entscheidend, um die Arbeitswelten der Zukunft mit fairen Standards zu versehen.

In Vorfreude auf die angeregte Debatte und die Eröffnung des Coworking Spaces bietet die Veranstaltung einen wertvollen Einblick in die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Diskussion um den Wert von Arbeit und die Rahmenbedingungen der Plattformökonomie sind dabei von größter Relevanz für alle Beteiligten im digitalen Zeitalter.