Am 26. Februar 2026 fand an der Universitätsbibliothek der Philipps-Universität Marburg der Thementag „KI und wissenschaftliches Schreiben“ statt. Diese Veranstaltung, die vom Referat für Lehrentwicklung und Hochschuldidaktik unterstützt wurde, zog etwa 100 Teilnehmer aus allen Statusgruppen der Universität an. Ziel des Thementages war es, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im wissenschaftlichen Schreiben zu beleuchten und praktische Anwendungsmöglichkeiten zu vermitteln.
Das Programm umfasste eine Vielzahl an Workshops, die sich mit dem Thema wissenschaftliches Schreiben in Verbindung mit textgenerativer KI befassten. Die Teilnehmenden hatten zudem die Möglichkeit, individuelle Beratungstermine mit erfahrenen Schreibberater*innen wahrzunehmen. Auch die Service- und Beratungsstelle für ein inklusives Studium (SBS) bot ein Beratungsangebot an. In einem Werkstattgespräch wurden Erfahrungen und Herausforderungen im Lehrbetrieb beim Einsatz von KI diskutiert.
Vielfalt der Workshops und Diskussionen
Einer der Workshops wurde vom Medienzentrum der Universitätsbibliothek angeboten, der sich mit der praktischen Nutzung von KI-Diensten der GWDG KI Cloud beschäftigte. Zusätzlich fand ein Markt der Möglichkeiten statt, bei dem verschiedene universitäre Einrichtungen ihre Angebote präsentierten. So wurde unter anderem die Nutzung von KI im Fremdsprachenlernen durch das Sprachenzentrum thematisiert, während die Universitätsbibliothek Tipps und Ressourcen für die Literaturrecherche zur Verfügung stellte.
Ein wichtiger Bestandteil des Thementages war die Podiumsdiskussion, an der Prof. Dr. Yvonne Zimmermann, Lara Zieß und Dr. Sylvia Langwald teilnahmen. Hier wurden relevante Themen wie der Einfluss von KI auf Wissenschaft, Studium und Lehre, die Bewertung von KI-Ergebnissen und die ethischen Implikationen des KI-Einsatzes erörtert. Besonders diskutiert wurde auch die Zukunft des Formats Hausarbeit und die Nutzung von KI in Prüfungen.
Unterstützung durch die Universitätsbibliothek der LMU
Die Unterstützung, die die Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) bietet, ergänzt die Bestrebungen der Universität Marburg. Sie hilft Studierenden und Lehrenden im Forschungszyklus mit einem Angebot, das Literaturrecherche, Texterschließung und Textüberarbeitung umfasst. Durch praxisnahe Workshops, kompakte Infoveranstaltungen und E-Learning-Formate wird der verantwortungsvolle Umgang mit KI gefördert, insbesondere in Seminararbeiten, Lehrveranstaltungen und Forschungsprojekten.
Ein zentrales Thema der KI-Angebote der LMU sind KI-gestützte Tools zur Unterstützung bei Hausarbeiten und Strategien zur Themenfindung mit ChatGPT. Auch die Eigen- und Fremdkorrektur bei der Textüberarbeitung sowie digitale Werkzeuge und Methoden zur Nutzung von KI in der Lehre werden behandelt.
Um die gewonnenen Erkenntnisse weiterhin zu verbreiten, ist ein zukünftiges Angebot mit dem Titel „CoCreate – Wissenschaftliches Arbeiten und KI“ für den Dezember dieses Jahres geplant. Interessierte können zudem auf eine Materialsammlung des Thementages zugreifen, die unter folgendem Link bereitgestellt wird: Materialsammlung.
Insgesamt zeigt sich, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im akademischen Bereich zunehmend an Bedeutung gewinnt und sowohl Studierende als auch Lehrende in ihren Arbeitsprozessen unterstützen kann.