Am 30. März 2026 wird auf die bevorstehende Veranstaltung der Diversitätskommission der Fakultät für Informatik an der Technischen Universität Dortmund hingewiesen. Unter dem Titel „Diverse Minds – Deep Impact“ finden am 22. und 23. April 2026 Vorträge und Networking-Möglichkeiten im innoclub in Dortmund statt. Die Veranstaltung läuft jeweils von 14 bis 18 Uhr und verfolgt das Ziel, innovative Ansätze zur Entwicklung einer zukunftsfähigen Gesellschaft zu diskutieren.
Organisiert von der Fakultät für Informatik in Zusammenarbeit mit CET, innoclub und der Wirtschaftsförderung Dortmund, legt die Veranstaltung einen besonderen Fokus auf neue Technologien. Die Teilnehmenden dürfen sich auf Vorträge von renommierten Fachleuten freuen. Cécile Deprez vom DLR wird über die Zukunft der Satellitennavigation sprechen. Fur den zweiten Vortrag wird Frédérique Lambers von der MIT Professional Education erwartet. Anastasia Leutloff von TRUMPF widmet sich dem Thema Deep Tech in der Industrie, während Lu Zhang vom Patentstudio LU-IP über Patente und persönliche Erfahrungen referieren wird.
Künstliche Intelligenz im Fokus
Ein zentraler Aspekt der bevorstehenden Vorträge wird sich mit dem Thema „The AI dilemma“ befassen, wie Deloitte herausstellt. Diese Diskussion thematisiert sowohl die Herausforderungen als auch die Chancen, die Künstliche Intelligenz für Unternehmen und deren Sicherheit mit sich bringt. Während die Technologie die Möglichkeit bietet, neue Abwehrstrategien zu entwickeln, birgt sie auch erhebliche Risiken.
Die Risiken sind vielfältig. Hierzu zählt die nicht-autorisierte Nutzung von KI durch Mitarbeitende, auch bekannt als Shadow AI. Ebenso besteht die Gefahr von KI-gestützten Cyberangriffen. Es ist notwendig, die Schutzstrategien im Umgang mit diesen Technologien neu auszurichten. Insbesondere in vier Domänen – Daten, Modelle, Anwendungen und Infrastruktur – sind spezifische Risiken zu betrachten und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Risiken und Herausforderungen
Für die Domäne Daten sind große Datenvolumina und deren Management entscheidend. Sicherheitsmaßnahmen wie Integritätsmonitoring und Zugangskontrollen sind unerlässlich. In Bezug auf Modelle müssen Organisationen sich mit Risiken wie Modelldiebstahl und agentischem Missbrauch auseinandersetzen. Hier sind Zugangskontrollen und die Isolierung von Modellen mögliche Schutzmaßnahmen.
Im Anwendungsbereich sind ethische Fragestellungen und Sicherheitsrisiken, beispielsweise durch Prompt-Injektionen, zu berücksichtigen. Hier gilt es, striktere Sicherheitsanforderungen für Lieferanten zu etablieren. Bei der Infrastruktur sind Risiken durch unsichere APIs und Fehlkonfigurationen von Bedeutung. Maßnahmen zur Risikoreduzierung beinhalten Workload-Sandboxing und ein konsequentes Firewall-Management.
Cyberverantwortliche sollten die Potenzial von KI zur Stärkung der Cybersicherheit ausschöpfen. Dazu zählen Ansätze wie Red Teaming und Adversarial Training. Es ist ebenso entscheidend, bestehende regulatorische Anforderungen bezüglich KI zu erfüllen und bewährte Prinzipien der Cybersicherheit beizubehalten. Mit der Integration einer dynamischen Governance für KI-Agenten kann ein sicherer Umgang mit den neuen Technologien gewährleistet werden.
Die Veranstaltung im innoclub bietet nicht nur die Möglichkeit zum Networking, sondern auch eine Plattform, um über diese kritisch relevanten Themen zu diskutieren. Am Abend des 22. April sind Häppchen und Getränke vorgesehen, um den Austausch unter den Teilnehmenden zu fördern.
Diese Initiative stellt eine bedeutende Kooperation zwischen der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund dar, die im Rahmen der Exzellenzstrategie als Ruhr Innovation Lab verfolgt wird. Die Veranstaltungen werden einen tiefen Einblick in die Entwicklungen und Herausforderungen der Informatik der Zukunft geben.



