Im Jahr 2026 wird ein bedeutendes Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das sich mit der kulturellen und politischen Vernetzung im 19. Jahrhundert auseinandersetzt. Insbesondere widmet es sich den Ideen des damals bedeutenden Schriftstellers Heinrich von Kleist. Seine Vorstellung einer „neuen Ordnung der Dinge“ formulierte er um 1805, im Kontext von Napoleons Expansion in Europa. Laut der Uni Bonn war Kleist nicht nur als Dichter, sondern auch als Journalist und Herausgeber aktiv. Er leitete die Kunstzeitschrift „Phöbus“ und plante die Zeitung „Germania“, sowie die Mitwirkung an den Berliner Abendblättern.

Das Projekt mit dem Titel „Eine neue Ordnung der Dinge“ wird von Prof. Dr. Seán Allan und Prof. Dr. Christian Moser geleitet. Es zielt darauf ab, die Netzwerke zu untersuchen, die Kleists Werk geprägt haben. Dabei wird ein neues analytisches Modell für die vernetzten Kulturen des 19. Jahrhunderts entwickelt.

Forschungsansatz und Förderung

Ein zukunftsweisender kollektiver Netzwerk-Ansatz steht im Mittelpunkt dieser Forschung. Das Team analysiert Daten aus verschiedenen Bereichen, darunter Politik, Militär, Ökonomie sowie Kommunikation und visuelle Künste. Für diese umfassende Untersuchung wird das Projekt mit rund 980.000 Euro gefördert. Die finanzielle Unterstützung kommt vom Arts and Humanities Research Council (AHRC) sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Die Förderperiode des Projekts beginnt im Februar 2026 und erstreckt sich über vier Jahre. Erste Ergebnisse sind bereits im Juli 2027 zu erwarten. Neben Prof. Dr. Allan und Prof. Dr. Moser sind auch weitere Wissenschaftler wie Prof. Dr. Elke Dubbels von der Universität Osnabrück und Prof. Dr. Elystan Griffiths von der University of Birmingham am Projekt beteiligt.

Einfluss von Kleists Netzwerken

Der Fokus auf die Netzwerke, die Kleists literarisches und journalistisches Schaffen beeinflussten, verdeutlicht die Relevanz seiner Arbeit in der damaligen Zeit. Kleist pflegte einen intensiven Austausch mit bedeutenden kulturellen und politischen Persönlichkeiten, was zur Vernetzung der Kultur im 19. Jahrhundert maßgeblich beitrug. Diese Aspekte werden im Rahmen des Projekts eingehend untersucht.

Die Webseite des Projekts bietet weitere Informationen über die Forschungsziele und die beteiligten Wissenschaftler und ist unter folgendem Link zu finden: Projekt-Website.