Brandenburg zeichnet sich zwar durch seine Vielzahl an Seen und Flüssen aus, leidet jedoch unter einem chronischen Wassermangel. Dies wird verschärft durch sandige Böden, die Regenwasser nur schlecht speichern können. Die steigenden Temperaturen führen zudem zu einer erhöhten Verdunstung, was die ohnehin angespannten Wasserressourcen weiter belastet. Wissenschafler der Universität Potsdam widmen sich daher intensiv der Untersuchung der Auswirkungen des Klimawandels sowie der menschlichen Wassernutzung auf den Wasserkreislauf in dieser Region.
Die Forschung an der Universität Potsdam hat das Ziel, nachhaltige Lösungen sowohl für Brandenburg als auch auf nationaler und internationaler Ebene zu entwickeln. Hierfür ist ein Presserundgang am 22. April 2026 von 10 bis 12 Uhr im Forschungsgebäude Haus 32 auf dem Campus Golm vorgesehen. In diesem Rahmen werden Experten ihre aktuellen Projekte vorstellen.
Vielseitige Forschungsschwerpunkte
Die Veranstaltung wird verschiedene Fachbereiche abdecken. Prof. Dr. Thorsten Wagener wird die Analyse hydrologischer Systeme und die Entwicklung von Simulationsmodellen vorstellen, die helfen sollen, den Wasserkreislauf genauer zu untersuchen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei Dr. Stephanie Natho, die sich mit Landschaftsmanagement beschäftigt. Sie wird die Bedeutung von Auen als Biodiversitäts-Hotspots und Stickstoffsenken hervorheben.
Ein weiterer bedeutender Beitrag kommt von Prof. Dr. Annegret Thieken, die sich mit Geographie und Naturrisikenforschung befasst. Sie untersucht Naturgefahren und deren gesellschaftliche Auswirkungen, insbesondere die Übertragung von Starkregenszenarien auf Brandenburg. Zudem wird Prof. Dr. Sascha Oswald, der sich mit Wasser- und Stofftransport beschäftigt, das Bodenfeuchte-Netzwerk Brandenburg vorstellen, das Mikroskopische Partikel in Gewässern und Böden erfasst.
Abschließend wird Prof. Dr. Bodo Bookhagen die geologische Fernerkundung präsentieren, bei der hochauflösende 3D-Modelle der Erdoberfläche erstellt werden. Diese Modelle sind essenziell, um Sedimenttransport und Naturgefahren zu untersuchen. Die Anmeldung zum Presserundgang ist erforderlich und kann über presse@uni-potsdam.de erfolgen.