In einer aktuellen Studie hat ein Forschungsteam unter der Leitung von Xiang-Yi Li Richter, einer Evolutionsbiologin an der Universität Konstanz, einen faszinierenden Zusammenhang zwischen der Körpergröße und der Ernährungsweise von Säugetieren untersucht. Die Ergebnisse, die in der Fachzeitschrift *Nature Ecology & Evolution* veröffentlicht wurden, bieten neue Einblicke in die ökologischen Prozesse, die die Evolution dieser Tiere prägen.

Die Studie analysierte 3.487 an Land lebende Säugetierarten und klassifizierte diese nach der Anzahl ihrer Ernährungsarten, die von einer bis sechs variieren können. Besonders hervorzuheben ist, dass eine Spezies, die nur eine Ernährungsart hat, als Spezialist gilt. Diese speziellen Ernährungsmuster zeigen sich vor allem bei den extremen Größen der untersuchten Arten. Tatsächlich gehört etwa ein Drittel der analysierten Arten zu den Spezialisten.

Spezialisten und Generalisten

Die Forscher fanden heraus, dass Spezialisten häufig an den Enden der Größenskala anzutreffen sind, sowohl sehr kleine als auch sehr große Arten. Im Gegensatz dazu haben mittelgroße Tiere häufig Schwierigkeiten, gegen Generalisten zu bestehen. Die großen Tiere hingegen können größere Lebensräume erschließen und neigen dazu, sich auf bestimmte Nahrungsquellen zu spezialisieren, was ihnen einen evolutionären Vorteil verschaffen kann.

Die Studie kombiniert umfassende Datenanalysen mit mathematischen Modellierungen, um die Wechselwirkungen zwischen ökologischen Prozessen und langfristigen Evolutionsmustern zu verstehen. Der Einsatz dieser Methoden ermöglicht eine detaillierte Betrachtung, die über die bisherigen Untersuchungen hinausgeht und relevanten Kontext bietet. Wie in der Originalpublikation angeführt, befasst sich die Studie unter dem Titel „Diverging selection on body size in specialist terrestrial mammals“ auch mit der signifikanten Rolle der Körpergröße in der Evolution von Säugetieren.

Die Ergebnisse werfen ein neues Licht auf das Verständnis der Evolution in Abhängigkeit von ökologischen Bedingungen und erweitern die aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisse über die Anpassungsmechanismen innerhalb der Spezies. Der DOI der Publikation ist 10.1038/s41559-025-02959-2, und bietet interessierten Lesern die Möglichkeit, die detaillierten Erkenntnisse der Forschung näher zu betrachten.