Die Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit spielt eine immer wichtigere Rolle in der deutschen Bildung und Gesellschaft. In diesem Kontext organisiert die FernUniversität in Hagen eine Online-Veranstaltung mit dem Titel „100 Quellen – 100 Orte in Westfalen-Lippe. Koloniale Spuren als Lernreise zu globaler Verantwortung“. Diese wird am 19. März 2026 von 15 bis 18 Uhr stattfinden und richtet sich an ein breites Publikum.

In der Veranstaltung wird der Fokus auf 100 ausgewählte historische Texte, Abbildungen und Objekte gelegt, die sich mit kolonialen Themen in der Region Westfalen-Lippe beschäftigen. Der zeitliche Rahmen reicht vom Versklavungshandel des 18. Jahrhunderts bis zu den aktuellen Debatten über koloniale Verstrickungen. Ziel ist es, ein kritisches Bewusstsein für die Auswirkungen dieser Verbindungen auf gegenwärtige Ungleichheiten zu schaffen.

Referenten und Inhalte

Die Referenten Barbara Schneider, Dr. Fabian Fechner vom Lehrgebiet Geschichte Europas in der Welt und Frank Wistuba, der das Projekt bne:digital.nrw am Zentrum für Lernen und Innovation leitet, werden Impulsvorträge halten. Diese sollen zur Auseinandersetzung mit der Quellensammlung anregen und deren Relevanz für politische Bildung und nachhaltige Entwicklung beleuchten.

Ein interaktives Format wird durch Breakout-Sessions ergänzt, in denen die Teilnehmenden historische Quellen erkunden und über die Themen Kolonialismus und globale Gerechtigkeit diskutieren können. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Lehrende, Lehramtsstudierende, Lehrkräfte sowie Geschichtsvereine und alle, die sich für postkoloniale Erinnerung, nachhaltige Bildung und globale Verantwortung interessieren.

Kollaboration und Förderung

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen statt. Darüber hinaus wird sie von der LWL-Kulturstiftung im Rahmen des Themenjahres 2024 „POWR! Postkoloniales Westfalen-Lippe“ gefördert.

Diese Initiative zeigt, wie wichtig es in der heutigen Zeit ist, sich mit den kolonialen Spuren auseinanderzusetzen, die in vielen Aspekten des heutigen Lebens verwoben sind. Durch Bildung und Diskussionen können Missverständnisse abgebaut und ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Geschichte gefördert werden.