Die Leuphana Universität Lüneburg veranstaltet derzeit eine Konferenzwoche, die vom 25. bis 27. Februar unter dem vielversprechenden Titel „Den Westen retten? Eine Erfindung am Kipppunkt“ steht. Die Veranstaltung richtet sich an Studierende sowie Interessierte aus der Region und bildet den Abschluss des ersten Semesters für rund 1.500 Studierende des Leuphana Colleges. Diese haben die Möglichkeit, sich intensiv mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen auseinanderzusetzen und ihre projectbased learnings vorzustellen.
Die Eröffnung der Konferenz wurde von der Philosophie und Künstlerin Liya Yu gestaltet. Sie beleuchtet die komplexen Versprechen und Verstrickungen des Westens. Die Debatte über zahlreiche gesellschaftspolitische Themen setzt sich durch verschiedene hochkarätige Redner und Diskussionen fort, die sowohl lokale als auch internationale Perspektiven einbeziehen.
Diskussionen mit Expert:innen
Ein Höhepunkt der Woche wird ein öffentliches Gespräch im Libeskind-Auditorium sein, in dem die Expertin für transatlantische Beziehungen, Cathryn Clüver Ashbrook, gemeinsam mit Maja Göpel, einer Transformationsforscherin, das Thema „Zukunft ohne Geländer“ diskutieren wird. Zudem wird die Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann aus Straßburg mit der taz-Journalistin Ulrike Herrmann über Wohlstand und neue Sicherheitspolitik austauschen.
Zusätzlich zu diesen prominent besetzten Diskussionen wird die Politologin Emilia Roig aus ihrem Buch „Why We Matter“ lesen, in dem sie Aspekte der intersektionalen Gerechtigkeit behandelt. Die CDU-Politikerin Diana Kinnert und der Politiktheoretiker Thomas Biebricher werden sich mit der zukünftigen Ausrichtung des Konservatismus auseinandersetzen, während Wolfgang M. Schmitt, ein Film- und Podcast-Kritiker, die Herausforderungen des Kapitalismus am Kipppunkt thematisiert.
Kulturelle Beiträge und Workshops
Ein weiterer Aspekt der Konferenz sind kulturelle Beiträge, wie das Filmscreening „Black to the Future“ durch die Filmemacher Willy Rollé und den Afrofuturisten David Zabel. Solche Veranstaltungen sollen nicht nur informieren, sondern auch zur kreativen Auseinandersetzung mit den Themen anregen und eine breite Diskussion fördern.
Die Universität lädt nicht nur ihre Studierenden, sondern auch Besucher:innen sowie Studieninteressierte aus Lüneburg und der Hamburger Metropolregion ein, an dieser wesentlichen Austauschplattform teilzunehmen. Die Anmeldung zur Teilnahme wird freundlich erbeten.
Die Leuphana Konferenzwoche stellt eine wichtige Gelegenheit dar, aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen in einem interdisziplinären Rahmen zu erörtern, wobei der Fokus auf nachhaltiger Entwicklung und sozialen Gerechtigkeitsfragen liegt. Die Veranstaltung verspricht, wertvolle Perspektiven und Einsichten in eine kritische Reflexion über die Herausforderungen des Westens zu liefern, die für die anwesenden Studierenden und Interessierten von bedeutender Relevanz sind.
Interessierte können sich auch auf die Konferenzwoche im nächsten Jahr freuen, die vom 26. bis 28. Februar 2025 stattfinden wird. Dort wird unter anderem Julian Nida-Rümelin die Eröffnung gestalten und das Thema Sicherheit und Gerechtigkeit behandeln. Die Veranstaltung wird auch Diskussionen über feministische Außenpolitik und den Umgang mit Desinformation in den Medien beinhalten, was die Leuphana Universität Lüneburg zu einem zentralen Ort für den interdisziplinären Diskurs macht.
Für weiterführende Informationen zur Konferenz und den Programmangeboten können Interessierte sich an die Universität wenden. Die Leuphana Universität setzt mit ihren Konferenzwochen ein Zeichen für den interdisziplinären Austausch und die Bedeutung von Bildung für die Zukunft.
Leuphana Universität berichtet, dass die Konferenzwoche eine spannende Plattform für kritische Diskurse bietet.
idw-online gibt Einblicke in die zukünftigen Themen der nächsten Konferenzwoche.