Am Sonntag, dem 25. Januar 2026, wird das Sinfonieorchester der Universität Osnabrück ein faszinierendes Konzert in der Bonnuskirche geben. Unter der Leitung von UMD Joachim Siegel präsentiert das Orchester Werke aus Osteuropa, die sowohl renommiertes Repertoire als auch weniger bekannte Stücke umfasst. Der Eintritt zu diesem musikalischen Ereignis ist frei und beginnt um 19:30 Uhr.

Das Programm eröffnet mit der „Fantastischen Ouvertüre Bajka“ von Stanislaw Moniuszko. Dieses Werk, das Volksweisen verarbeitet und beschwingte Melodien bietet, wird die Zuhörer direkt in die bunte Musikkultur Osteuropas entführen. Es folgt eine der bekanntesten Kompositionen im Repertoire, „Die Moldau“ von Bedřich Smetana, das für seine majestätische Darstellung der Moldau und ihrer Umgebung berühmt ist. Den Abschluss bildet die erste Sinfonie von Wassily Sergejewitsch Kalinnikow aus dem Jahr 1895, die zwischen westlichen und nationalen musikalischen Einflüssen oszilliert. Uni Osnabrück berichtet über die geplanten Werke und deren Bedeutung.

Ein Blick auf die osteuropäische Musiktradition

Die Auswahl der Stücke reflektiert die lange und reiche Musiktradition Osteuropas, die als eine der ältesten und vielfältigsten der Welt gilt. Die Ursprünge der Lieder und Musizierpraktiken reichen oft bis in die vorgeschichtliche Zeit zurück. Musikalisches Brauchtum wurde über Generationen hinweg mündlich überliefert und durch fahrende Musiker in die verschiedenen Regionen verbreitet. UOL.de hebt hervor, dass die gegenseitige Beeinflussung dieser Volksmusiken so groß ist, dass sogar ihre Ausläufer bis in Länder aus Asien sowie Süd- und Westeuropa nachgewiesen werden können.

Religiöse Musik hat zudem bedeutende Schatzkammern hervorgebracht, darunter die Liturgien des Katholizismus und der Orthodoxie, die in Ländern wie Bulgarien, Georgien und Russland stark verwurzelt sind. Diese Traditionen haben die Entwicklung der europäischen Musik maßgeblich beeinflusst und prägen auch die Konzertmusik bis in die heutige Zeit. Dabei spielt der Einfluss der k.u.k. Monarchie und das Verhältnis zur westlichen Kunst- und Volksmusik eine zentrale Rolle in der Musikgeschichte dieser Region.

Das bevorstehende Konzert des Sinfonieorchesters ist eine wertvolle Gelegenheit, die reiche kulturelle Tradition Osteuropas zu erleben. Interessierte können bei Joachim Siegel, Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Osnabrück, weitere Informationen erhalten. Kontakt: joachim.siegel@uni-osnabrueck.de.