Die Universität Rostock empfing vom 4. bis 6. Februar 2026 eine Delegation aus der dänischen Kommune Guldborgsund. Diese Besuche sind Teil der langjährigen Städtepartnerschaft, die seit November 2014 besteht. Die Delegation, in der Bürgermeister Simon Hansen an der Spitze stand, wurde von Friederike Feldmann, der Leiterin des International Office der Universität, herzlich willkommen geheißen.
Die Gespräche konzentrierten sich auf die Kooperation im Bereich Aquakultur, die im Rahmen des EU-geförderten Programms Interreg South Baltic gefördert wird. Feldmann hob dabei die Bedeutung der regionalen und kommunalen Zusammenarbeit sowie den akademischen Austausch hervor, der für beide Partner von Vorteil ist. Diese Kooperation wird durch verschiedene EU-Projekte unterstützt, die auch grenzübergreifenden Verkehr, wirtschaftliche Zusammenarbeit und kulturelle Initiativen beinhalten.
Fokus auf Nachhaltigkeit in der Aquakultur
Ein zentraler Diskussionspunkt war das innovative Interreg-Projekt AquaLoop. Professor Harry W. Palm stellte aktuelle Ansätze zur umweltverträglichen Fischzucht vor. Das Ziel des Projekts ist die Förderung von neuen Produktionsmethoden und der Kreislaufwirtschaft im Ostseeraum. Hierbei wird der Fokus auf die nachhaltige Entwicklung der Aquakultur gelegt, um die Herausforderungen der Branche zu meistern.
Christian Smith, Leiter des Bereichs Strategie und Entwicklung der Gemeinde Guldborgsund, präsentierte zudem die vielfältigen Aspekte der Städtepartnerschaft. Er berichtete über geplante Projekte im Bereich Tourismus und Infrastruktur, die das Potenzial beider Gemeinden weiter aktivieren sollen. Ein besonderes Highlight der Zusammenarbeit ist die jährliche Kunstausstellung, die als „Kulturbrücke über die Ostsee“ fungiert und den kulturellen Austausch fördert.
Das Interreg South Baltic Programm
Das Interreg South Baltic Programm 2021-2027 dient der Förderung grenzüberschreitender Zusammenarbeit in den Küstenregionen, einschließlich Deutschland, Dänemark, Schweden, Litauen und Polen. Die Ziele des Programms sind vielschichtig: sie reichen von der Verbesserung von Innovation und Internationalisierung über die Förderung nachhaltiger Entwicklung bis hin zur Aktivierung des touristischen und kulturellen Potenzials in der Region.
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung nachhaltiger Reiseziele und der kulturellen Erhaltung. Durch diese Initiativen sollen regionale Herausforderungen adressiert und Chancen für eine integrierte sowie resiliente Südostsee-Region genutzt werden. transition-pathways.europa.eu verdeutlicht die Nachhaltigkeitsziele des Programms und dessen Einfluss auf die Region.