Als ein entscheidendes Projekt zur Unterstützung des Übergangs von Kindergarten zu Grundschule wurde das SCUOLA-Programm an der Universität Vechta ins Leben gerufen. Es bietet ein kostenloses Förderungsangebot speziell für Kinder im letzten Jahr des Kindergartens. Das primäre Ziel des Projekts ist es, den Übergang zur Schule zu erleichtern und dabei Grundlagenforschung mit praktischer Förderung zu verbinden.

Bis Ende Februar haben interessierte Familien die Möglichkeit, sich für das Programm zu bewerben. In diesem Rahmen nehmen die Kinder an fünf Sitzungen von jeweils circa 30 Minuten von März bis Juni teil. Diese Sitzungen werden in kleinen Gruppen unter der Leitung geschulter Trainerinnen an der Universität Vechta durchgeführt. Die Teilnahme ist für die Familien kostenfrei, was die Zugänglichkeit des Programms erhöht.

Wissenschaftliche Evaluation und langfristige Perspektiven

Ein wichtiges Element von SCUOLA ist die wissenschaftliche Überprüfung des Programms. Diese umfasst eine Kontrollgruppe, um die Wirksamkeit des Trainings zu untersuchen. Die positiven Effekte könnten zu einem erweiterten Angebot für Familien führen, deren Kinder nicht an der Trainingsgruppe teilnehmen. Langfristige Effekte werden zudem in zwei bis drei weiteren Veranstaltungen im Frühjahr und Sommer 2027 untersucht. Die dabei gesammelten Daten werden anonymisiert und ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke genutzt.

Zusätzlich wird der Austausch mit der Fachöffentlichkeit durch Veranstaltungen unterstützt, die bereits im Januar an der Universität sowie im Science Shop Vechta/Cloppenburg stattfanden. Professor Rory T. Devine von der University of Birmingham sprach bei diesen Gelegenheiten über die Bedeutung von Empathie und sozialer Kompetenz für erfolgreichen Lernprozess.

Herausforderungen beim Übergang von Kitas zu Schulen

Der Übergang von Kitas zu Grundschulen birgt in vielen Bundesländern Herausforderungen, die oft auf fehlende klare Strukturen und Orientierungshilfen zurückzuführen sind. Wie die Fröbel-Gruppe berichtet, ist die Zusammenarbeit zwischen Kitas und Schulen häufig nicht auf Augenhöhe. Während das Fröbel-Lab das Ziel verfolgt, diesen Übergang kindgerecht und nachhaltig zu gestalten, stellt sich die Herausforderung, die Kinder optimal auf die Schule vorzubereiten, ohne die Kindergärten in Vorschulen umzuwandeln.

Der Orientierungsrahmen, der bis zum Kita-Jahr 2025/2026 entwickelt werden soll, soll die Handlungskompetenz der Fachkräfte stärken und die Bildungsprozesse sichtbarer machen. Die Diskussion um die Notwendigkeit eines solchen Rahmens ist ein entscheidender Schritt hin zu einer besseren Zusammenarbeit zwischen allen Bildungsakteuren.

Eine Bildungskonferenz bildete den Höhepunkt des Fröbel-Labs, in der verschiedene Perspektiven – von Kindern über Fachkräfte bis hin zu Politikern – zusammengebracht wurden. Eine der wichtigsten Erkenntnisse war, dass das Kind im Mittelpunkt des Übergangs stehen muss und die Bindung zu Fachkräften, Eltern und Lehrkräften von großer Bedeutung ist. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, benötigen Kitas und Schulen zudem personelle Ressourcen, die es ermöglichen, einen aktiven Übergang zu gestalten.

In diesem Kontext fordert die Fröbel-Gruppe eine dreijährige Kitapflicht, um gleiche Startbedingungen für alle Kinder zu schaffen. Diese Forderungen und die Arbeiten im Rahmen des SCUOLA-Projekts verdeutlichen die Notwendigkeit einer starken Kooperation zwischen Bildungseinrichtungen, um den Übergang für Kinder zu optimieren und ihnen die besten Voraussetzungen für den Start in die Schule zu bieten.