Am 12. Februar 2026 fand an der Universität Passau das moreBNE-Camp unter dem Motto „Einfach machen! Making in der Schule – von der Idee zur Anwendung“ statt. Diese Veranstaltung richtete sich an Lehrkräfte, Studierende, Dozierende sowie außerschulische Bildungspraktiker und wurde in Kooperation mit dem Projekt PIZ der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen sowie dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung organisiert. Das Camp fokussierte sich auf Maker Education, die Kreativität und technische Fähigkeiten verbindet.
In einem Zeitrahmen, der Raum für Eigenständigkeit und mutiges Ausprobieren bietet, wurde das Konzept „Making“ thematisiert, das auf einer konstruktiven Fehlerkultur basiert. Ziel war es, Kompetenzen für das 21. Jahrhundert zu fördern. Uni Passau berichtet, dass die Lernaktivitäten explorativ und problembasiert angelegt waren, einzeln und im Team. Die Interessen der Lernenden wurden dabei als Anhaltspunkt verwendet.
Vielfältige Workshops und keynotes
Die Veranstaltung beinhaltete eine beeindruckende Keynote, die von den Schülern Maximilian Wimmer und Adam Bader gehalten wurde, die von Christopher Müller und Stefanie Will betreut wurden. Des Weiteren fanden Workshops statt, in denen verschiedene Themen behandelt wurden, wie die Verbindung von Making und Fachunterricht, 3D-Modellierung mit Tinkercad, Upcycling sowie Game-Based Learning. Antworten auf spezifische Bildungsfragen wurden in einem offenen Barcamp-Format erarbeitet, das den Erfahrungsaustausch und die Ideeneinbringung förderte.
Bei dieser Gelegenheit wurde auch das DiLab MakerSpace an der Universität Passau vorgestellt. Das MakerSpace-Konzept soll nicht nur den MINT-Fächern zugutekommen, sondern auch Fächer wie Geschichte und Deutsch einbeziehen, wo Schüler zum Beispiel Bauwerke des Römischen Reiches nachbauen oder Anleitungen formulieren können, um ihre Produkte zu präsentieren. Dies fördert fächerübergreifendes Denken und kreative Problemlösungsfähigkeiten.
Nächste Schritte in der Maker Education
Ein zentrales Thema während der Workshops war Nachhaltigkeit. Viele Projekte legten Wert darauf, Materialien wiederzuverwenden und Müll zu vermeiden, was mit den Zielen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) einhergeht. Praktisches Gestalten dient somit nicht nur der Kreativität, sondern auch der Einübung von praktischen Fähigkeiten, wie zum Beispiel das Reparieren von Kleidung. Das nächste moreBNE-Camp wird am 25. und 26. März 2026 stattfinden und sich mit der ganzheitlichen Verankerung von BNE durch den Whole School Approach beschäftigen.
Die Bedeutung von Maker Education wird auch in der Fachliteratur zunehmend anerkannt. Medienpädagogik hebt hervor, wie kreativitätsfördernde Umgebungen für Lernende geschaffen werden können. Die Projekte zeigen, dass making nicht auf technische Fertigkeiten beschränkt ist, sondern auch soziale Interaktionen und Teamarbeit fördert.
Es wird immer deutlicher, dass Maker Education ein wichtiger Baustein für eine zukunftsorientierte und integrative Schullandschaft sein kann. Cornelsen weist darauf hin, dass diese Konzepte dazu beitragen können, die Lernenden besser auf die Herausforderungen der heutigen Zeit vorzubereiten.