Am 30. April 2026 wird Ministerpräsident Winfried Kretschmann eine Grundsatzrede im Otto Rettenmaier Audimax der Universität Hohenheim halten. Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr und ist für alle Interessierten öffentlich zugänglich, ohne dass eine Anmeldung erforderlich ist. Kretschmann, der als der dienstälteste Ministerpräsident Deutschlands gilt, wird in seiner Rede mit dem Titel „Der Zeit ihre Wissenschaft. Der Wissenschaft ihre Freiheit.“ eine Bilanz seiner 15-jährigen Regierungszeit ziehen und die zentrale Rolle der freien Wissenschaft für die Demokratie betonen. Dies berichtet die Universität Hohenheim.

Kretschmann, der von 1970 bis 1975 Biologie und Chemie für das Lehramt an der Universität Hohenheim studierte, begann sein politisches Engagement bereits während seiner Studienzeit, als er Vorsitzender des Allgemeinen Studentenausschusses (AStA) war. Er wurde 2011 zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt und konnte bisher zwei Wiederwahlen, eine im Jahr 2016 und eine im Jahr 2021, für sich entscheiden. Seine politische Karriere reicht bis 1980 zurück, als er Mitglied der ersten grünen Fraktion im baden-württembergischen Landtag wurde. Bereits 1986 wurde er als Grundsatzreferent ins erste grüne Umweltministerium berufen und bald darauf kehrte er in den Landtag zurück, dem er mit einer Unterbrechung bis heute angehört. Dies geht aus der Biografie auf der Webseite der baden-württembergischen Regierung hervor.

Der Wert der Wissenschaftsfreiheit

In seiner Rede wird Kretschmann auch auf die Herausforderungen eingehen, die die Wissenschaftsfreiheit heutzutage bedrohen. Aktuelle Entwicklungen, insbesondere in den USA, werden als belastend beschrieben. Diese Themen wurden zuletzt von Ministerin Petra Olschowski angesprochen, die in ihrer Rede zur Wissenschaftsfreiheit auf die Wichtigkeit der Unabhängigkeit und der Exzellenz in der Wissenschaft hinwies. Sie erklärte, dass die Wissenschaftsfreiheit im Grundgesetz und in der Landesverfassung von Baden-Württemberg fest verankert ist. Ihre Ausführungen ergänzen die Themen der bevorstehenden Rede Kretschmanns und zeigen die Verbindung zwischen Politik und Wissenschaft auf. Olschowski betont, dass die Freiheit der Wissenschaft für die Stärkung der Demokratie unabdingbar ist, und bezeichnet den Rückgang der Wissenschaftsfreiheit weltweit als besorgniserregend. Ihre Aussagen sind unter anderem im Kontext des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg nachzulesen.

Der Academic Freedom Index 2025 verdeutlicht einen Rückgang der Wissenschaftsfreiheit in 34 Ländern, der vor allem durch pluralismusfeindliche politische Bewegungen verursacht wird. Für Kretschmann ist es entscheidend, dass solche Entwicklungen in die politische Diskussion einfließen. Sein Ansatz zur Stärkung der Wissenschaftsfreiheit wird auch durch die Unterzeichnung des Hochschulfinanzierungsvertrags unterstützt, der den Hochschulen in Baden-Württemberg bis 2030 Sicherheit bieten soll. Laut Olschowski bedeutet dies eine Steigerung der Grundfinanzierung sowie die Schaffung von 4.000 neuen oder verstetigten Stellen für Professoren.

Durch diese Maßnahmen verfolgt die Landesregierung das Ziel, die Autonomie der Hochschulen zu fördern und eine stabile Grundlage für Forschungs- und Lehrumgebungen zu schaffen. Die Hochschulen entscheiden selbst über die Berufung von Professoren und tragen so zur Reduzierung bürokratischer Prozesse bei. Diese Entwicklungen sind wesentlich, um die Wissenschaftsfreiheit zu schützen, die für gesellschaftlichen Fortschritt und Demokratie unerlässlich ist.

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