Am 15. Februar 2026 ist die europäische Gemeinschaft erneut gefordert, die Weichen für eine gemeinsame Zukunft zu stellen. In diesem Kontext findet am 29. Januar 2026 eine wichtige Podiumsdiskussion mit dem Titel „Zwischen inneren Krisen und äußeren Erwartungen – Deutsch-französische Verantwortung für Europas Zukunft“ im Rathausfestsaal in Saarbrücken statt. Die Veranstaltung, die im Rahmen der deutsch-französischen Woche organisiert wird, wird von renommierten Experten geleitet und behandelt die europäische Einigkeit angesichts globaler Krisen. Anmeldungen sind bis zum 28. Januar 2026 möglich, und das Grußwort spricht Uwe Conradt, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Saarbrücken. Organisiert wird das Event vom Frankreichzentrum der Universität des Saarlandes in Zusammenarbeit mit der ASKO Europa-Stiftung, der Europäischen Akademie Otzenhausen sowie dem EUROPE DIRECT Zentrum Saarbrücken.
Die Diskussion beleuchtet unter anderem die Herausforderungen, vor denen Europa steht, und wird moderiert von Prof. Dr. Ulrich Brückner, Mitglied im Speakers-Pool Team EUROPE DIRECT der Europäischen Kommission. Zu den Referenten zählen Experten wie Karoline Gil von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik sowie Prof. Dr. Nicolas Hubé und Prof. Dr. Joachim Schild, die mit ihren Beiträgen das Thema der europäischen Verantwortung vertiefen werden.
Europäische Sicherheit im Fokus
In der aktuellen politischen Lage ist die europäische Sicherheit ein zentrales Thema. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat jüngst im Europäischen Parlament auf die Notwendigkeit einer Einheit und Stärke zur Sicherung des Friedens verwiesen. Diese beruhigende Vorstellung ist im Angesicht aktueller Krisen, wie dem Russland-Ukraine-Konflikt und der damit verbundenen Sicherheitskrise, jedoch nicht mehr selbstverständlich.
Von der Leyen betont, dass Europa mehr Verantwortung für seine Sicherheit übernehmen müsse und spricht von einem neuen Konsens, der sowohl ein Umdenken als auch konkretes Handeln erfordere. Es wird ein Vorschlag zur Gründung einer Europäischen Verteidigungsunion diskutiert, um die militärischen Lücken zu schließen und gezielte Sicherheitsgarantien für betroffene Mitgliedsstaaten, insbesondere die Ukraine, zu schaffen.
Strategische Neuausrichtung für Europa
In Anbetracht der geopolitischen Veränderungen, die auch durch den Ukraine-Konflikt bedingt sind, wird eine umfassende Agenda zur strategischen Neuausrichtung Europas gefordert. Ein zentraler Punkt ist die Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten innerhalb der EU. Diese umfasst eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben sowie eine Angleichung und Standardisierung der verschiedenen Verteidigungssysteme.
Ein bemerkenswerter Vorschlag ist der REARM-Europe-Plan, der darauf abzielt, bis zu 800 Milliarden Euro für die Verteidigungsproduktion zu mobilisieren. Dieser Plan verfolgt nicht nur das Ziel, die wirtschaftlichen Vorteile zu erhöhen, sondern auch in der Umwelt und Technologie Nachhaltigkeit zu integrieren.
In diesem Kontext werden regelmäßige deutsch-französische Ministerräte zu strategischen Fragen beschlossen, um eine enge Zusammenarbeit und Koordination in der sicherheitspolitischen Analyse zu fördern. Dies zeigt sich auch im Bestreben, die eigene Sicherheit zu stärken und eine klare Position gegenüber Russland sowie anderen geopolitischen Bedrohungen zu formulieren.
Zusammenfassend ist der 29. Januar 2026 ein entscheidender Tag für die deutsch-französische Zusammenarbeit, bei dem Experten zusammenkommen, um über eine zukunftsfähige europäische Strategie zu diskutieren. Die Herausforderungen sind groß, aber auch die Möglichkeiten, eine starke und einheitliche europäische Gemeinschaft zu formen.
Für weitere Informationen zu dieser Veranstaltung kann Dr. Judith Lamberty per E-Mail kontaktiert werden: judith.lamberty@uni-saarland.de. Einen tiefen Einblick in die aktuellen Entwicklungen im Bereich europäischer Sicherheit bietet auch germany.representation.ec.europa.eu und elysee.fr mit den jüngsten Ankündigungen und Strategien der europäischen Führungsriege.