Das künstlerische Forschungsprojekt „The Answering Machine“ hat sich auf die Schnittstelle zwischen Künstlicher Intelligenz (KI) und menschlichem Improvisationstalent fokussiert. Laut TU Dresden wurde das Projekt im Jahr 2022, gefördert von der Volkswagen Stiftung, ins Leben gerufen. Es hat kürzlich seine Ergebnisse präsentiert, die auf unerwartete Weise die Entwicklung generativer KI (GenAI) beleuchten. Studienleiter Stefan Scherbaum von der TU Dresden hebt hervor, dass das Projekt die Interaktionen zwischen Mensch und Maschine revolutioniert hat.
Ein zentraler Aspekt der Forschung war die Verbesserung der Technologien zur menschlichen Kommunikation mit Maschinen. Zu Projektbeginn waren hauptsächlich klassische Chatbots im Einsatz, die oft kreative, aber auch abwegige Dialoge produzierten. Mit der raschen Einführung von ChatGPT nahm die Qualität der Interaktionen jedoch erheblich zu. Dies führte zu erweiterten co-kreativen Prozessen, die das Potenzial haben, die Art und Weise, wie Menschen mit KIs interagieren, grundlegend zu ändern.
Die Bedeutung von Generativer KI
GenAI wird von den Forschern als eine Technologie beschrieben, die mit der Erfindung des Buchdrucks vergleichbar ist. Diese neue Technologie könnte die Art des Denkens, Lernens und der Zusammenarbeit grundlegend transformieren. Im Rahmen des Forschungsprojekts wird diese Thematik auf dem internationalen Symposium „Teaming Up with Generative AI: From Tool Use to Partnership“ thematisiert, das am 25. und 26. März 2026 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden stattfindet. Hier soll die Rolle generativer KI als Partner menschlicher Fähigkeiten erörtert werden.
Im Vorfeld des Symposiums sind drei öffentliche Veranstaltungen geplant, die der Live-Interaktion zwischen Mensch und KI gewidmet sind. Die Termine sind wie folgt:
- 24.3.2026, 20:00 Uhr, Projekttheater Dresden: „Humanize Me“.
- 26.3.2026, 19:30 Uhr, Hygienemuseum: „Erinnerungen an meine Zeit als Mensch“, inkl. Paneldiskussion.
- 27.3.2026, 19:30 Uhr, Kulturhafen Dresden: „Von der Wiege bis zur Bahre – Chatbots, Agents, Avatare“.
Die Technologischen Grundlagen der KI
Die Leistungen von KIs wie ChatGPT basieren auf komplexen neuronalen Netzen, einem Teilgebiet des maschinellen Lernens, das inspirierte Prinzipien aus dem menschlichen Gehirn nutzt. Künstliche neuronale Netze sind aus mehreren Reihen von Datenknoten aufgebaut, die über gewichtete Verbindungen vernetzt sind. Das Training dieser Netze erfolgt durch wiederholte Datenpräsentation, wodurch sie ihre Genauigkeit erhöhen und auf unbekannte Daten angewandt werden können. Fraunhofer IKS beschreibt diese Prozesse als entscheidend für die Entwicklung lernfähiger Algorithmen.
Zudem gibt es die sogenannten Deep Neural Networks, die über verdeckte Neuronen-Schichten verfügen und dadurch in der Lage sind, auch die komplexesten Probleme zu lösen. Backpropagation, ein Verfahren zur Anpassung der Gewichte beim Training von Modellen, spielt dabei eine zentrale Rolle. Diese Technologie ist auf die Verwaltung und Optimierung von KI-Daten angewiesen. Laut IBM sind Systeme zur Datenverwaltung nötig, um Verzerrungen zu vermeiden und Fortschritt zu sichern.
Insgesamt zeigt das Projekt „The Answering Machine“ eindrucksvoll, wie fortschrittliche Technologien das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschinen verändern können. Der anstehende Austausch im Rahmen des Symposiums in Dresden bietet die Möglichkeit, diese Entwicklungen kritisch zu diskutieren und die Zukunft der Mensch-Maschine-Interaktion zu gestalten.