Die Diskussion um Künstliche Intelligenz (KI) und deren Einfluss auf Bildung und Medien hat in den letzten Jahren deutlich an Fahrt gewonnen. Fritz Espenlaub, ein Experte auf diesem Gebiet, weist darauf hin, dass ein Studium heutzutage nicht mehr für das gesamte Leben ausreicht. Am 14. Februar 2026 erklärt er, dass die Welt dynamisch ist und Studierende sich daher anpassen müssen, um Inklusion und Problemlösungsfähigkeiten, auch bekannt als „Agency“, zu entwickeln. Seinen eigenen 16-jährigen Patensohn würde er keinesfalls von einem Studium abhalten, sondern ihm raten, seinen Neigungen zu folgen und die Fähigkeiten zur Selbstständigkeit zu erlernen, die in dieser Zeit unerlässlich sind.

Espenlaub äußert ein gewisses Verständnis für die Skepsis der Studierenden gegenüber KI. Einige befürchten, dass der Umgang mit diesen Technologien ihr selbstständiges Lernen beeinträchtigen könnte. Diese Haltung sieht er jedoch kritisch und vergleicht sie mit der Ablehnung des Telefons oder Taschenrechners in der Vergangenheit. „Der Umgang mit KI muss erlernt werden“, betont er.

Der Einfluss der sozialen Medien

Kunststoffe und Medien, besonders soziale Medien, spielen eine entscheidende Rolle in der heutigen Gesellschaft. Laut dem Bericht von bpb.de ist die Entwicklung von KI-Tools eng mit sozialen Medien verbunden. Diese Plattformen haben die Art und Weise verändert, wie Informationen geteilt werden und wie soziale Beziehungen geknüpft werden. Sie bieten nicht nur Infrastruktur, sondern agieren auch als Kuratoren von Inhalten, indem sie Algorithmen nutzen, um Nutzer-Interaktionen zu optimieren.

Adam Mosseri, CEO von Instagram, hat jüngst angeführt, dass die Kennzeichnung authentischer Inhalte in sozialen Medien von großer Bedeutung ist. Er spricht sich für den schrittweisen Übergang hin zu mehr Transparenz und Vertrauen aus. Zudem hat Meta die Idee eines „Made with AI“-Labels eingeführt, um zwischen echten und KI-generierten Inhalten zu unterscheiden. Diese Entwicklung wird von der Coalition for Content Provenance and Authenticity unterstützt, die an Standards zur Authentizität von Online-Inhalten arbeitet.

Die Herausforderungen sind dabei erheblich. Die Unterscheidung zwischen authentischen und manipulierten Inhalten wird zunehmend erschwert, nicht zuletzt durch die Fälschungen, die KI generieren kann. Deepfakes sind so überzeugend, dass sie oft nicht von echten Inhalten zu unterscheiden sind. Eine erschreckende Anekdote ist das Beispiel einer Mutter, die durch ein KI-generiertes Bild ihrer Tochter getäuscht wurde.

Das Streben nach Authentizität

In diesem Kontext wird die Forderung nach Authentizität immer lauter. Leser möchten vertrauenswürdige Quellen konsumieren, besonders in einer Zeit, in der die Online-Welt zunehmend von KI-generierten Inhalten übersättigt ist. Espenlaub erwartet, dass die Bedeutung sozialer Medien abnehmen könnte, während der persönliche Kontakt wieder mehr in den Vordergrund rücken wird. Auch Printmedien könnten von dieser Suche nach Authentizität profitieren.

Experten fordern eine „rohere Ästhetik“ und mehr Kontextinformationen, um die Authentizität in sozialen Medien zu fördern. Zudem sieht der EU „AI Act“ eine Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte vor, die zwischen Mai und Juli in Kraft treten könnte. Ziel ist es, nicht nur die Transparenz zu erhöhen, sondern auch das Vertrauen der Nutzer zurückzugewinnen.

Espenlaub ist jedoch optimistisch: „Europäische Unternehmen wie Mistral oder Black Forest Labs zeigen, dass auch hier Potenzial vorhanden ist.“ Trotz des technischen Vorsprungs der US-Firmen und des chinesischen Ansatzes mit Open-Source-Tools, glaubt er, dass Europa einen eigenen Weg in der KI-Entwicklung finden kann.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Evolution von KI in den sozialen Medien sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich bringt. Die Diskussion über Authentizität sowie die Notwendigkeit, Problemlösungsfähigkeiten zu entwickeln, sind für kommenden Generationen zentral.