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Küsten-Ökosysteme im Fokus: Hackathon-Erfolg stärkt Umweltbewusstsein!

Ende März 2025 fand der Open Sea Lab 4.0-Hackathon statt, eine bedeutende Veranstaltung, die darauf abzielte, interdisziplinäre Teams aus Europa zu vereinen, um Lösungen für Herausforderungen in den Ozeanen zu entwickeln. Der Hackathon wurde von EMODnet, dem European Digital Twin of the Ocean, der Europäischen Kommission und Copernicus Marine organisiert. Teilnehmende waren aufgefordert, frei zugängliche Ozeandaten zu nutzen, um innovative Antworten auf akute maritime Probleme zu finden. In diesem Rahmen erhielt das Team „Digital Lighthouse“, zu dem auch Jan Meischner von der Universität Rostock gehörte, die höchste Auszeichnung für ihr Projekt „Smoke on the Water“.

Das Projekt thematisierte die Auswirkungen von Waldbränden auf Küsten- und Meeresökosysteme, wobei der Fokus auf dem Waldbrand in Dadia, Griechenland, im Jahr 2023 lag. Hierbei wurden signifikante Veränderungen in der marine Chemie und Biodiversität untersucht. Das Team kombinierte atmosphärische, terrestrische und ozeanische Systeme, um die Folgen der Brände für die Gewässer rund um die Insel Lemnos zu analysieren. Sie identifizierten mithilfe von in situ EMODnet-Daten und Copernicus-Satellitenbeobachtungen Indikatoren für Ökosystemstress.

Herausforderungen und zukünftige Ziele

Eine der größten Herausforderungen, die das Team feststellte, war die begrenzte Datenhistorie, die die Analyse erschwerte. Um diese Datenlücken zu schließen, plant „Digital Lighthouse“ die Entwicklung eines KI-gestützten Modells, das die Auswirkungen von Waldbränden auf marine Systeme besser vorhersagen kann. Dies soll nicht nur Forschern helfen, sondern auch Meeresschutzgebietsmanager, politische Entscheidungsträger sowie die Sektoren Tourismus und Fischerei unterstützen. Ein wichtiger Termin für die Initiative wird im Mai beim European Maritime Day in Cork, Irland, sein, wo das Team seine Ergebnisse präsentieren möchte.

Parallelen zur nachhaltigen blauen Wirtschaft zeigen sich deutlich, insbesondere im Kontext der Herausforderungen, die die Mittelmeerregion betreffen. Am 2. Februar 2021 versammelten sich Minister aus 42 Ländern der Union für das Mittelmeer (UfM), um gemeinsame Strategien zur Förderung einer nachhaltigen blauen Wirtschaft zu formulieren. In einer neuen Erklärung wurden wichtige Themen wie Governance, marine Forschung und Innovation, touristische Nachhaltigkeit sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf Meeresökosysteme behandelt.

Die Bedeutung von Posidonia oceanica

Ein zentrales Thema dieser Konferenz war die Erhaltung von Posidonia oceanica, einer endemischen Seegrasart im Mittelmeer, die als „Lunge des Mittelmeers“ bezeichnet wird. Diese Pflanzenart ist entscheidend für die Gesundheit der marinen Ökosysteme, da sie zahlreiche Ökosystemdienstleistungen bietet. Sie verbessert die Wasserqualität, absorbiert CO2, stabilisiert den Meeresboden und bietet Rückzugsgebiete für viele Arten.

Die Rückgänge von Posidonia oceanica-Wiesen sind besorgniserregend und erfordern dringende Maßnahmen, um die Gesundheit der marine Umwelt zu sichern. Laut dem Bericht „State of the Environment and Development in the Mediterranean“ 2020 sind die bestehenden nachhaltigen Entwicklungspolitiken unzureichend, um den Druck auf die Küsten- und Meeresumwelten signifikant zu verringern.

Zusammenfassend sind sowohl die Innovationsansätze wie die von „Digital Lighthouse“ als auch die politischen Bemühungen der UfM entscheidend, um den Herausforderungen in der Mittelmeerregion und darüber hinaus zu begegnen. Die Verbindung von Wissenschaft, Technologie und politischer Zusammenarbeit könnte entscheidend sein für eine nachhaltige Zukunft der blauen Wirtschaft.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
uni-rostock.de
Weitere Infos
emodnet.ec.europa.eu
Mehr dazu
oceanfdn.org

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