Am 14. Februar 2026 wurde bekannt, dass Prof. Dr. Sabine Kuhlmann seit September 2025 das Amt der Präsidentin der European Group for Public Administration (EGPA) innehat. Diese wissenschaftliche Vereinigung setzt sich zusammen aus Wissenschaftlern und Praktikern der europäischen Verwaltungswissenschaften. Laut der Universität Potsdam fördert die EGPA den wissenschaftlichen Austausch, wobei insbesondere der Nachwuchs im Fokus steht. Jährliche Konferenzen in verschiedenen europäischen Städten bieten eine Plattform für den Austausch von Ideen und Forschungsergebnissen.
Die EGPA ist eine Untereinheit des International Institute of Administrative Sciences (IIAS), das bereits im Jahr 1930 gegründet wurde. Kuhlmann hat sich für die Präsidentschaft entschieden, um die EGPA nicht nur zu erhalten, sondern auch zu reformieren und zu stärken. Ihre Ziele umfassen eine Reform innerhalb der IIAS, eine erhöhte Autonomie in finanziellen und institutionellen Belangen sowie eine Intensivierung bestehender Partnerschaften.
Ziele der Präsidentschaft
Zu den spezifischen Initiativen, die Kuhlmann als Präsidentin verfolgt, gehört die Stärkung der sogenannten Permanent Study Groups (PSGs) und die Einführung neuer Gruppen zur Förderung des wissenschaftlichen Austauschs. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der finanziellen Unterstützung durch den neu eingeführten „EGPA Booster Grant“ von 20.000 Euro, der Forschungsprojekte fördern soll. Zudem wird ein Travel Grant in Höhe von 15.000 Euro eingeführt, um benachteiligte Regionen zu unterstützen.
Ein weiterer Punkt auf Kuhlmanns Agenda ist die Reform des PhD Symposiums, welches eine bessere Unterstützung für junge Forschende zum Ziel hat. Die Präsidentin betont den hohen Stellenwert der EGPA für die internationale Vernetzung und Zusammenarbeit in der Forschung, insbesondere in Zeiten von Krisen.
Zentrale Themen für die Zukunft
Die Herausforderungen, vor denen Verwaltungen im Jahr 2026 stehen, sind vielfältig. Zu diesen zählen nicht nur die Polykrise und die Digitalisierung, sondern auch die Integration künstlicher Intelligenz sowie Themen wie Öffentliches Personal und Bürokratieabbau. Kuhlmann hat angekündigt, dass zentrale Themen für die kommenden Monate und Jahre Krisengovernance, administrative Resilienz und das Phänomen des Democratic Backsliding sein werden.
Die EGPA unter Kuhlmanns Führung will somit nicht nur den aktuellen Anforderungen der Verwaltung Rechnung tragen, sondern auch innovative Ansätze und Lösungen entwickeln, um die Verwaltungswissenschaften in Europa weiter voranzubringen. Damit wird die EGPA zu einem wichtigen Netzwerk, das den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis fördert und zukunftsweisende Impulse gibt.
Weitere Informationen zu den Aktivitäten der EGPA finden Interessierte auf der Website der Universität Potsdam, die über diese Themen umfassend berichtet: uni-potsdam.de.