Die Bühne des Apollo in Kreuzlingen wird in den kommenden Tagen zur Plattform für zwei eigenständige Werke, die sich mit drängenden gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen. Vom 2. bis 8. Februar 2026 präsentieren Studierende des Unitheaters Konstanz unter der Leitung von Cecilia Amann ihre neu entwickelten Kurzstücke, die die Begriffe Generation, Verantwortung und Schuld beleuchten. Amann, die das Projekt initiiert hat, motivierte die Studierenden zur kreativen Auseinandersetzung mit diesen komplexen Themen, was in beeindruckenden Ergebnissen mündete.
Die Aufführungen starten jeweils um 20.00 Uhr am 2. und 3. sowie am 6. Februar, während am 8. Februar zusätzlich Vorstellungen um 14.00 und 18.00 Uhr stattfinden. Der Einlass beginnt eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn, und die Karten sind im Vorverkauf in Buchläden sowie online erhältlich. Interessierte finden weiteres auf der Website des Unitheaters und den sozialen Medien, wie Instagram, wo das Projekt begleitet wird.
Die Stücke im Detail
Das erste Stück, unter dem Titel „Liebe Lotte,“ thematisiert die komplexe Innenwelt einer jungen Person, die in ihren eigenen Gedanken gefangen ist und gegen die Macht ihrer Erinnerungen ankämpft. Die beiden Regisseurinnen, Serafina Leona Joy Bach und Lucie Victoria Charlotte Wieske, führen in ein Drama, das Fragen zu Identität und Wahrnehmung aufwirft und den Zerfall von Gewissheiten beleuchtet.
Im Kontrast dazu steht das zweite Stück „kein morgen mehr,“ verfasst von Hannah Grauer und basierend auf einer Idee von Elias Kohler. Hier wird das Schicksal einer jungen Klimaaktivistin beschrieben, die sich in Untersuchungshaft befindet. Das Werk thematisiert die Instrumentalisierung ökologischer Argumente für menschenverachtende Ideologien und wirft wichtige Fragen auf. Es wird ein innerer Konflikt zwischen moralischen Überzeugungen und den Erwartungen, die die Gesellschaft an einzelne Individuen stellt, skizziert.
Gesellschaftliche Verantwortung und Generationenfragen
Beide Stücke verbinden sich in ihrem Anliegen, zentrale Fragen zur Verantwortung – in persönlicher, politischer und generationenübergreifender Hinsicht – zu stellen. Die Werke regen die Zuschauer dazu an, über ihre eigenen Positionen und die der Gesellschaft nachzudenken. Die Studierenden zeigen durch ihre Aufführungen eindrucksvoll, wie Theater als Mittel zur Reflexion und Diskussion gesellschaftlicher Herausforderungen dienen kann.
Die Präsentationen des Unitheaters Konstanz bieten somit nicht nur Unterhaltung, sondern auch Anstöße zu tiefgehenden gesellschaftlichen Diskussionen. Unter dem inspirierenden Thema der Verantwortung werden sowohl junge Talente als auch das Publikum dazu aufgerufen, sich den komplexen Fragen unserer Zeit zu stellen. Uni Konstanz berichtet, dass … Das spannende Programm verspricht ein Erlebnis, das weit über die Theateraufführung hinausgeht.