Am 22. Januar 2026 wurde im Forum des Landtags Nordrhein-Westfalen ein bedeutender Preis für die Sportwissenschaft verliehen. Im Beisein von rund 100 Gästen, darunter Vertreter aus Sportwissenschaft, Politik und organisiertem Sport, nahmen Landtagspräsident André Kuper und Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt Andrea Milz die Verleihung vor. Die Veranstaltung ehrenwert geehrt zahlreiche Persönlichkeiten, die sich durch ihre herausragenden Forschungsbeiträge in der Sportwissenschaft auszeichnen.

Die Preisträgerin des Landespreises in der Kategorie „Lebenswissenschaften“ ist Prof. Dr. Petra Platen von der Ruhr-Universität Bochum. Platen, eine ehemalige Spitzensportlerin, widmet sich intensiv der Sportmedizin und erforscht insbesondere physiologische sowie pathophysiologische Fragen im Leistungssport. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf den sportmedizinischen Aspekten der „Sport treibenden Frau“, was eine wichtige Lücke in der Forschung über Frauen im Spitzensport schließt. Kuper hob hervor, dass der Preis dazu beiträgt, Persönlichkeiten zu würdigen, die die Sportwissenschaft voranbringen und das sportliche Leben sowie die Vereine stärken. Milz betonte die Bedeutung von sportwissenschaftlichen Instituten in Nordrhein-Westfalen, die herausragende Leistungen in diesem Bereich erbringen.

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Die Preisträger im Überblick

Kategorie Preisträger Forschungsschwerpunkt
Lebenswissenschaften Prof. Dr. Petra Platen (Ruhr-Universität Bochum) Sportmedizin, insbesondere physiologische und pathophysiologische Fragen im Leistungssport
Sozial-, Bildungs- und Kulturwissenschaften Prof. Dr. Miriam Kehne (Universität Paderborn) Förderung von Bewegungs-, Spiel- und Sportaktivitäten im Kindes- und Jugendalter
Lebenswerk Prof. (em.) Dr. Wolf-Dietrich Brettschneider (Universität Paderborn) Prägende Forschung im Bereich Kindheits- und Jugendforschung, bekannt für die „Sprint-Studie“

Zusätzlich wurde der Landesnachwuchspreis verliehen, der mit 5.000 Euro dotiert ist. Dr. Niklas Joisten von der Technischen Universität Dortmund wurde in der Kategorie „Lebenswissenschaften“ für seine Forschung zu biomedizinischen Wirkungen von Bewegung und Training ausgezeichnet. Dr. Lena Henning von der Universität Münster gewann in der Kategorie „Sozial-, Bildungs- und Kulturwissenschaften“ für ihre Arbeit zu sportlicher Aktivität und mentaler Gesundheit im Kindesalter. Der Landespreis ist mit 10.000 Euro der höchstdotierte Preis für Sportwissenschaft in Deutschland und wird seit 2018 in zwei Kategorien verliehen.

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Ein Blick in die Zukunft der Sportwissenschaft

Parallel zu den erfolgreichen Preisverleihungen findet ein neues Bewusstsein für die Rolle von Frauen im Sport statt. Am 2. und 3. September 2024 fand die zweite Netzwerkveranstaltung „Frauen und Mädchen im Leistungssport“ in Berlin statt, die vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) organisiert wurde. Hier beschäftigten sich rund 100 Teilnehmende mit Themen wie Chancengleichheit und Gendergerechtigkeit im Sport. Diese Thematik ist aktueller denn je, und das BISp hat bereits 20 Forschungsprojekte in diesem Bereich initiiert.

Der FeMaLe-Forschungspreis, der im Rahmen dieses Netzwerks verliehen wird, soll die Förderung von Frauen in der Sportwissenschaft unterstützen und bedeutende Forschungsbeiträge auszeichnen. Dies zeigt, dass die Sportwissenschaft in Deutschland nicht nur fortschrittlich denkt, sondern auch aktiv an einer gerechteren und gleichberechtigteren Zukunft arbeitet, in der die Stimmen und das Engagement von Frauen im Sport zunehmend Gehör finden.

Insgesamt verdeutlicht die Preisverleihung und die damit verbundenen Diskussionen über die Rolle der Frauen im Sport, dass in Zukunft noch viel mehr auf die Bedeutung der Geschlechtergerechtigkeit in der Sportwissenschaft gelegt werden muss.

Für weitere Informationen darüber, wie die Preise das sportwissenschaftliche Gelände in Nordrhein-Westfalen prägen, besuchen Sie news.rub.de, land.nrw und dosb.de.