Am 08. und 22. März 2026 finden in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz die entscheidenden Landtagswahlen statt. Um Wählern eine fundierte Entscheidung zu ermöglichen, wurde eine innovative Wahlhilfe entwickelt, die sich „Party-Check“ nennt. Diese Plattform wurde von Dr. J. Philipp Thomeczek, einem Politikwissenschaftler aus Potsdam, in Zusammenarbeit mit mehreren Experten ins Leben gerufen. Die Wahlhilfe ist online verfügbar und zielt darauf ab, die Übereinstimmung der Wähler mit den Positionen verschiedener Parteien zu ermitteln.
Der „Party-Check“ unterscheidet sich grundlegend von anderen Wahlhilfen, da er auf einer neutralen Analyse von unabhängigen Politikwissenschaftlern basiert. Im Gegensatz zum Wahl-O-Mat, der auf Selbstbewertungen der Parteien beruht, liefert der Party-Check ein objektives Ergebnis. Die Nutzer beantworten insgesamt 16 Fragen zu aktuellen politischen Themen, darunter Gemeinschaftsschulen, Klimaschutz und den Umgang mit der AfD. Am Ende erhalten sie eine prozentuale Übereinstimmung mit den Parteien sowie eine Einordnung auf einer Links-Rechts-Skala.
Wissenschaftlich fundierte Wahlhilfe
Die Informationen, die im „Party-Check“ verwendet werden, stammen aus dem „Länder Expert Survey“, einer umfassenden Befragung unter Politikexperten. Diese methodische Herangehensweise gewährleistet eine hohe Qualität und Objektivität der Ergebnisse. Darüber hinaus haben die Nutzer die Möglichkeit, ihre Daten zu löschen oder durch zusätzliche Fragen ihre eigene Wahlabsicht zu unterstützen, was zur Forschungsarbeit beiträgt. Der Party-Check kann unter party-check.org aufgerufen werden.
Das Superwahljahr 2026 bietet eine gute Gelegenheit, sich mit den politischen Positionen der einzelnen Parteien vertraut zu machen. Neben den bereits erwähnten Wahlen am 08. und 22. März wird es im September 2026 eine weitere Wahl geben, wobei die exakt Termine sowie deren Veröffentlichung voraussichtlich in den Monaten vorher bekannt gegeben werden. Im Frühjahr, Mai und Herbst 2027 sind zudem weitere Wahlzeiten geplant, die das Interesse an Landespolitik stimulieren sollen.
Bildungsinitiativen zur politischen Aufklärung
Um das Bewusstsein für Landespolitik zu schärfen, bietet die Landeszentrale für politische Bildung Materialien zu aktivem und passivem Wahlrecht sowie Informationen über Kandidatinnen und Kandidaten. Ziel ist es, das oft vernachlässigte Thema in Bildungsplänen und der Unterrichtspraxis stärker zu verankern. Lehrkräfte können sich zudem über ein E-Learning-Kursangebot zur Landtagswahl informieren, das unabhängig von den Materialien genutzt werden kann.
Mit einem umfassenden Angebot an Wahlhilfen und informativen Materialien haben Wähler dieses Jahr die Chance, aktiv an der politischen Landschaft zu partizipieren und informierte Entscheidungen zu treffen. Der „Party-Check“ stellt dabei ein wichtiges Werkzeug dar, um den Wahlentscheidungsprozess zu unterstützen. Für weitere Informationen und Unterstützung stehen Interessierten Dr. Philipp Thomeczek sowie sein Team zur Verfügung. Kontaktinformationen sind auf der Website des Projekts verfügbar.