Am 19. März 2026 hat die Leuphana Universität Lüneburg offiziell der Hamburger Allianz für Social Entrepreneurship beigetragen. Diese Allianz wurde Mitte 2023 ins Leben gerufen und ist ein Zusammenschluss mehrerer Institutionen mit dem Ziel, sozialen und ökologischen Wandel in Hamburg zu fördern. Zu den Gründungsmitgliedern zählen neben der Universität Hamburg die Körber-Stiftung und das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland. Laut Leuphana soll die Allianz die wissenschaftliche Perspektive auf soziales Unternehmertum stärken.

Die Stadt Hamburg hat die Rolle der Wissenschaft in ihrer Social-Entrepreneurship-Strategie klar definiert. Hochschulen werden als Schlüsselakteure betrachtet, die entscheidend zur Wissensbildung, Talententwicklung und zu Innovationen in diesem Bereich beitragen können. Boris Kozlowski, Co-Geschäftsführer der Allianz, hebt hervor, dass der Praxistransfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen eine wesentliche Aufgabe geworden ist, um die Studierenden optimal auf die Herausforderungen des sozialen Unternehmertums vorzubereiten.

Wissenschaft trifft Praxis

Die Leuphana bietet schon jetzt verschiedene Programme wie den HOLII und den Social Change Hub an, um Studierende und Forschende zu unterstützen. Zudem hat die Universität die Social Innovation Community ins Leben gerufen, um Startups und Unternehmen bei sozialen Innovationen zu helfen. Prof. Dr. Markus Reihlen, Vizepräsident der Leuphana, betont die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Gemeinsam mit der Hamburger Allianz arbeitet die Leuphana seit 2021 an der Förderung von Social Entrepreneurs.

Im Rahmen dieser Kooperation finden regelmäßig Workshops, Foren und Konferenzen statt. Die beiden Institutionen planen zudem, den Austausch zu vertiefen und gemeinsam Veranstaltungen im Bereich Social Entrepreneurship in der Metropolregion Hamburg zu organisieren. Diese Initiative spiegelt das Engagement wider, die akademischen Kenntnisse in die Praxis umzusetzen.

Hamburg auf dem Weg zur Vorreiterstadt

Die Sozialunternehmertum-Strategie der Stadt Hamburg wurde vom Senat im Januar 2023 beschlossen, nachdem über zwei Jahre hinweg ein partizipativer Prozess mit mehr als 350 Akteuren aus verschiedenen Bereichen stattfand. Ziel ist es, ein starkes Ökosystem für Social Entrepreneurship zu entwickeln, das als Impulsgeber für eine lebenswert Stadt dient, wie hamburg.de dokumentiert.

Die Strategie fokussiert sich auf vier Handlungsfelder: Strukturen schaffen & Kompetenzen vermitteln, Erklären & Sichtbarkeit erzeugen, Wege zur Finanzierung öffnen und Wirkungspartnerschaften etablieren. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, Social Entrepreneurs als wichtige Akteure im Stadtgeschehen zu stärken und sicherzustellen, dass soziale und ökologische Herausforderungen effektiv angegangen werden.

Durch den Zusammenschluss der Leuphana Universität und der Hamburger Allianz für Social Entrepreneurship wird die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Thema weiter gefördert, während die Verbindung von Theorie und Praxis stärkt. Diese Kooperation bildet das Rückgrat eines innovativen Ansatzes, um sozialen Unternehmertum als Wegbereiter für gesellschaftlichen Wandel in Hamburg zu etablieren.