Lisa Marie Zander, Absolventin der HafenCity Universität (HCU), hat gemeinsam mit ihrem Kollektiv PlanBude den prestigeträchtigen Rompreis der deutschen Bundesregierung gewonnen. Der Rompreis ist ein bedeutendes Stipendium, das einen zehnmonatigen Aufenthalt in der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom umfasst. Dieses Stipendium wird durch den Bundesetat für Kultur und Medien gefördert und ist für Zander, deren Aufenthalt im September 2026 beginnt, ein wichtiger Schritt in ihrer Karriere.

Das Kollektiv PlanBude, zu dem auch Dr. Renée Tribble, Margit Czenki und Christoph Schäfer gehören, verfolgt innovative Ansätze in der Architektur. Neben dem Kollektiv wurden auch sieben Einzelpreisträger:innen ausgezeichnet, darunter Persönlichkeiten aus den Bereichen Architektur, bildende Kunst, Literatur und Musik. In der Kategorie Architektur erhielten Elena Schütz, Ayşin İpekçi und Anh-Linh Ngo ebenfalls eine Auszeichnung.

Einblicke in die Karriere von Lisa Marie Zander

Lisa Marie Zander begann ihr Architekturstudium an der HCU im Oktober 2013 und schloss ihren Bachelor im Oktober 2016 ab. Ihren Master of Fine Arts im Bereich Design erlangte sie 2020 an der Hochschule für bildende Künste. Aktuell hat Zander Lehraufträge an der HCU in den Bereichen Architektur und Urban Design inne und betreut Seminare im aktuellen Wintersemester.

Im Jahr 2014 gründete sie gemeinsam mit anderen das Kollektiv PlanBude, das sich mit der Neuplanung der Esso-Häuser in St. Pauli beschäftigt. 2020 folgte die Gründung eines Projektbüros, das in Hamburg und darüber hinaus aktiv ist. Zu den laufenden Projekten zählen die Erweiterung von Park Fiction in St. Pauli und das Projekt „Ein Zimmer für dich“ in Berlin.

Pläne für den Aufenthalt in Rom

Während ihres Aufenthalts in Rom plant Zander, den Prozess ihrer Arbeit mit PlanBude aufzuarbeiten und eine Publikation zu erstellen. Ein besonderes Interesse gilt der Untersuchung der Ästhetik des Partizipativen in der Architektur. Hierbei möchte sie zudem an einem Kooperationsprojekt mit dem Metropoliz in Rom arbeiten, einem von Künstler:innen und Aktivist:innen betriebenen Ort, der eine ehemalige Wurstfabrik in ein Museum und Wohnraum für Geflüchtete umgestaltet.

Die Bedeutung des Rompreises erstreckt sich über die persönliche Auszeichnung hinaus. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat die Preisträger:innen für den Aufenthalt ab September 2026 kürzlich bekannt gegeben, was das Interesse an kreativen Berufen in Deutschland belebt. Für den Rompreis und weitere Stipendien können Künstler:innen in den Bereichen Architektur, bildende Kunst, Literatur und Musik ab sofort Bewerbungen einreichen. Der Rompreis gilt als eine der größten Auszeichnungen für deutsche Künstler im Ausland, während Stipendien an Orten wie der Casa Baldi in Olevano Romano, dem Deutschen Studienzentrum in Venedig und der Cité Internationale des Arts in Paris ebenfalls von hoher Bedeutung sind.

Die Förderung kreativer Talente erfolgt durch die Bundesregierung, unterstützt durch die Kulturstiftung der Länder. Künstler:innen sollten bereits überregionale Sichtbarkeit vorweisen, um für die Stipendien in Betracht gezogen zu werden. Weitere Informationen zu den Bewerbungsvoraussetzungen sind auf der Website der Kulturstiftung verfügbar. Die Frist für die Bewerbungen für die Stipendienaufenthalte in 2026/2027 endet am 15. Januar 2025.

Lisa Marie Zander gibt angehenden Architektur-Studierenden den Rat, gute Partner:innen zu suchen und sich auf Höhen und Tiefen einzustellen, um schrittweise ein eigenes Büro aufzubauen. Engagement und praktische Erfahrungen während des Studiums sind unerlässlich für den erfolgreichen Weg in die Selbstständigkeit.

Insgesamt zeigt der Erfolg von Lisa Marie Zander und ihrem Kollektiv PlanBude, wie wichtig kreative Netzwerke und innovative Ansätze in der heutigen Architektur sind. HCU Hamburg hebt hervor, dass solche Auszeichnungen eine wichtige Anerkennung für die beachtlichen Leistungen in der Kreativbranche sind.

Villa Massimo stellt den besonderen Stellenwert des Rompreises heraus, der für viele Künstler:innen der erste Schritt auf internationaler Bühne sein kann.

Zusätzlich berichtet Kulturstaatsminister über die Bedeutung ihrer Stipendienprogramme und die Chance, international tätig zu werden.