Die Bauhaus-Universität Weimar hat erneut einen überragenden Erfolg zu verzeichnen: Maya Kurth, eine Absolventin des Studienprogramms Europäische Medienkultur, wurde mit dem Exzellenzpreis ausgezeichnet. Diese Ehrung markiert die vierte Auszeichnung, die sie in Folge für ihre herausragenden akademischen Leistungen erhält. Der Preis unterstreicht ihre Bedeutung für die Entwicklung der medienkulturwissenschaftlichen Disability Studies.
Maya Kurth begann ihr Studium im Wintersemester 2020/21 an der Bauhaus-Universität Weimar und schloss dieses im Sommersemester 2025 mit einer bemerkenswerten Bachelorarbeit ab. Der Titel ihrer Arbeit, »Die Verortung der Gehörlosigkeit. Die Transdifferenzerfahrung als Voraussetzung für ein interkulturelles Verhältnis von Gehörlosen und Hörenden am Beispiel von CODA (2021)«, hebt sich durch seine Verbindung von Critical Disability Studies, kulturwissenschaftlicher Theorie und Filmanalyse hervor. Die Arbeit beschäftigt sich insbesondere mit dem US-amerikanischen Film CODA (2021), der als interkultureller Coming-of-Age-Film interpretiert wird.
Fokus auf Interkulturalität
In ihrer Bachelorarbeit stellt Kurth die Protagonistin dar, die das einzige hörende Mitglied in einer gehörlosen Familie ist. Diese Rolle macht sie zur Vermittlerin zwischen der gehörlosen und der hörenden Welt, was die Ambivalenzen des Films kritisch reflektiert. Kurth als hörende Forscherin bringt dabei eine besondere Perspektive in die Analyse ein und beleuchtet die Herausforderungen und Chancen, die mit dem interkulturellen Dialog verbunden sind.
Die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) spielt eine significante Rolle in der akademischen Ausbildung, die Kurth absolviert hat. Gegründet im Jahr 1997 von den Regierungen Deutschlands und Frankreichs, ist die Hauptaufgabe der DFH die Initiierung und Förderung deutsch-französischer Studiengänge sowie die Unterstützung eines binationalen Doktorandenausbildungsprogramms.
Studienprogramm Europäische Medienkultur
Das Studienprogramm Europäische Medienkultur (EMK), das seit dem Wintersemester 1998/99 angeboten wird, bereitet die Studierenden umfassend auf die Herausforderungen und Fragestellungen der Medienlandschaft in Europa vor. Studierende verbringen jeweils drei Semester sowohl in Deutschland als auch in Frankreich. Am Ende des Programms erhalten Absolventen den deutschen Bachelor of Arts sowie die französische Licence Information-Communication. Ziel des EMK-Programms ist es, ein Bewusstsein für medienspezifische Fragestellungen und deren europäische Reichweite zu schaffen.
Maya Kurths Auszeichnung und ihre wissenschaftlichen Beiträge sind ein bedeutender Schritt für die Sichtbarkeit und Relevanz der Disability Studies in den Medien. Sie zeigt auf, wie wichtig interkulturelle Perspektiven in der akademischen Auseinandersetzung mit Medien sind und welche Rolle das Studium an der Bauhaus-Universität dabei spielt.