Am 24. Februar 2026 wurde bekannt gegeben, dass die medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen eine bedeutende Förderung von über 600.000 Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhalten hat. Im Mittelpunkt dieses Projektes stehen die beiden Professoren Dr. Johannes Köster und Dr. Daniel R. Engel, die gemeinsam an der Entwicklung einer innovativen Datenanalyseplattform mit dem Namen „SRPtn“ (Serpentine) arbeiten.

Die Plattform „SRPtn“ basiert auf dem Workflow-System „Snakemake“ und hat das ambitionierte Ziel, die Vernetzung von Teams zu verbessern und die Durchführung von Analysen von Rohdaten bis zur Veröffentlichung zu unterstützen. Ein weiteres zentrales Anliegen der Plattform ist die Sicherstellung von Transparenz und Reproduzierbarkeit in der wissenschaftlichen Arbeit. Innerhalb von 36 Monaten sollen die Mittel der DFG gezielt eingesetzt werden, um diese Ziele zu erreichen.

Die Projektverantwortlichen und ihre Fachgebiete

Prof. Dr. Johannes Köster ist Professor für bioinformatische Algorithmen in der Onkologie am Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin (IKIM). Sein Kollege, Prof. Dr. Daniel R. Engel, ist Professor für Immundynamik am Institut für Experimentelle Immunologie. Gemeinsam arbeiten sie eng mit Dr. Henning Timm von den Research Data Services der Universität Duisburg-Essen zusammen, um eine Plattform zu schaffen, die kollaborative Datenanalysen über verschiedene Disziplinen hinweg ermöglicht.

Die Zusammenarbeit innerhalb des Projektes stellt sicher, dass unterschiedliche, komplementäre Kompetenzen innerhalb eines Teams berücksichtigt werden. Zusätzlich wird die Plattform durch KI-Funktionen unterstützt, um die Analyseprozesse noch effizienter zu gestalten.

Internationales Netzwerk und Forschungsbereich

Das Universitätsklinikum Essen, zu dem auch 15 Tochterunternehmen gehören, ist Teil dieser innovativen Bestrebungen. Im Jahr 2020 verzeichnete das Klinikum rund 1.700 Betten und beschäftigte etwa 10.000 Mitarbeiter. Es versorgte 64.000 stationäre und 300.000 ambulante Patienten. Die Forschungsschwerpunkte am Universitätsklinikum umfassen Bereiche wie Herz- und Kreislauferkrankungen, Immunologie, Infektiologie, Onkologie sowie translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften.

Ferner sind auch internationale Kooperationen Teil des Projektes, darunter renommierte Institutionen wie die Harvard Medical School, CERN, das Berlin Institute of Health at Charité, das German Human Genome-Phenome Archive und NFDI×CS. Diese Verbindungen bieten zusätzliche Ressourcen und Perspektiven, die dem Projekt zugutekommen werden.

Insgesamt zeigt die DFG-Förderung, dass die Universität Duisburg-Essen mit der „SRPtn“-Plattform auf einem vielversprechenden Weg ist, um die Herausforderungen in der Datenanalyse und -vernetzung im medizinischen Bereich zu meistern. Dieses Projekt könnte wichtige Impulse für die zukünftige Forschung in den Lebenswissenschaften liefern und die Effizienz sowie die Reproduzierbarkeit wissenschaftlicher Arbeiten erheblich steigern.