Das Mentoringprogramm der KU ist ein zentraler Bestandteil der Bemühungen, Frauen in der Wissenschaft zu stärken und ihnen zu helfen, ihre Karriereziele zu erreichen. Durch den Austausch mit erfahrenen Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Disziplinen erhalten Teilnehmerinnen wertvolle Einblicke und Unterstützung. Das Programm fördert nicht nur den Austausch, sondern bietet auch Zugang zu professionellen Trainings, insbesondere im Hinblick auf Führungskompetenzen und Netzwerkbildung.

Die Herausforderung für viele Nachwuchswissenschaftlerinnen bleibt jedoch erheblich. Im insbesondere von Stellenunsicherheit geprägten Wissenschaftssystem sind Frauen oft mit größeren Hürden konfrontiert, vor allem nach der Geburt eines Kindes. Diese Phasen des Lebens können sich negativ auf ihre Publikationshäufigkeit auswirken. Der Austausch in Mentoringprogrammen erweist sich dabei als entscheidend. Diese Programme sind eine wichtige Initiative, die den Zugang zu Karrierechancen erleichtern, während Männer in der Regel im Bereich des Netzwerkens und der Selbstdarstellung im Vorteil sind.

Erfahrungen aus dem Women Forward Mentoring-Programm

Ein Beispiel für ein erfolgreiches Mentoringprogramm ist das Women Forward Mentoring-Programm, das von Alumniportal Deutschland unterstützt wird. Die erste Runde des Programms fand von April bis September 2024 statt und brachte 103 Frauen aus 39 Ländern zusammen. Sie wurden in 55 Mentoring-Paare vermittelt und hatten mehrere virtuelle Netzwerktreffen, die den Austausch förderten.

Beispielsweise teilte die Mentee Hermela Lakew, eine Wirtschaftswissenschaftlerin aus Südafrika, ihre positiven Erfahrungen und beschrieb das Programm als Wendepunkt in ihrer Karriere. Sie betonte die Wichtigkeit von klarer Kommunikation und Selbstbewusstsein. Auch Mentorin Elsa Varela, eine Forscherin aus Göttingen, lobte das Programm und hob hervor, dass Frauen häufig weniger selbstbewusst sind, was die Notwendigkeit solcher Initiativen unterstreicht.

Übersicht der Unterstützungsangebote

Diverse Mentoring-Programme stehen zur Verfügung, die Frauen unterschiedlichste Unterstützung bieten. Laut MentorMe, dem größten Mentoring-Programm im deutschsprachigen Raum, richtet sich das Angebot an Menschen jeden Alters, die Veränderungen anstreben oder unzufrieden mit ihrer aktuellen Situation sind. Die Unterstützung umfasst:

  • Erwerb neuer Fähigkeiten für die Arbeit.
  • Orientierungshilfen bei Unzufriedenheit.
  • Steigerung des Selbstbewusstseins und Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten.
  • Hilfestellungen für den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt.
  • Mentoring zur Anstreben höherer Positionen.

Über 5.500 Mentor*innen und Coaches sind Teil dieses Programms, darunter Selbständige, Gründer*innen und Experten aus führenden Unternehmen. Der individuelle 1:1-Austausch ist ein Schlüsselaspekt, um gezielte Unterstützung zu bieten.

Angesichts der beschriebenen Herausforderungen und Chancen ist der Rat an Nachwuchswissenschaftlerinnen klar: Sie sollten sich auf die Möglichkeiten und Vorteile ihres Berufs konzentrieren und weniger auf die Hürden, die sie erleben. Flexibilität und ein starkes Netzwerk können entscheidend sein für den Erfolg in der Wissenschaft oder in anderen Berufsfeldern.

Die Bewerbungsfrist für das Mentoringprogramm der KU endet am 31. Mai 2026. Interessierte Frauen sind aufgefordert, diese wertvolle Gelegenheit zu nutzen.