Am 6. Februar 2026 wurde das Helmholtz-Gymnasium in Zweibrücken als jüngstes Mitglied im „TU-Net MINT“ aufgenommen. Diese Initiative, die von der RPTU Kaiserslautern-Landau koordiniert wird, verfolgt das Ziel, Lehrerbildung und schulischen Unterricht durch enge Kooperationen mit Netzwerkschulen zu bereichern. Aktuell sind 22 Schulen in der Pfalz mit der RPTU verbunden, die den Austausch in Forschung, Lehre und Fortbildung in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) fokussieren.
Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages fand im Rahmen eines jährlichen Netzwerktreffens in Kaiserslautern statt. Professorin Mandy Schiefner-Rohs, die an der RPTU lehrt, unterstrich die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Universitäten. Durch diese Kooperationen erhalten Schüler Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten und Forschungsprozesse, was gleichzeitig berufliche Perspektiven eröffnet und den Übergang von schulischem Lernen zu akademischer Bildung fördert.
Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte
Die Netzwerkschulen profitieren von speziellen Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte, die beim Netzwerktreffen vorgestellt wurden. Hierbei haben Lehramtsstudierende die Gelegenheit, selbst entwickelte Unterrichtssequenzen zu erproben und zu forschen. Diese innovativen Konzepte sollen eine zeitgemäße Lehrkräftebildung unterstützen und die MINT-Bildung stärken.
Das Konzept der MINT-Bildung ist besonders relevant in Anbetracht globaler Herausforderungen wie der Energiewende und digitaler Transformation. Laut bildung-forschung.digital sind MINT-Kompetenzen entscheidend für gesellschaftliche Teilhabe, Bildungschancen und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den MINT-Aktionsplan ins Leben gerufen, der Angebote von der Kita bis zur Weiterbildung fördern soll.
MINT-Cluster als zentrale Maßnahme
Zentrale Elemente dieses Plans sind regionale MINT-Cluster, die Akteure aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenbringen. Diese Cluster bieten niedrigschwellige, alltagsnahe Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche. In Deutschland wurden bereits 73 MINT-Cluster ins Leben gerufen. Diese Initiativen, die meist eine Laufzeit von drei Jahren haben, widmen sich der Förderung von Chancengerechtigkeit und der Ansprache benachteiligter Gruppen, insbesondere Mädchen.
Beispiele für erfolgreiche MINT-Cluster sind unter anderem:
- MINTcon in Mannheim: Vernetzung bestehender Angebote im Bereich Programmierung und Bildbearbeitung.
- techniKAmpus in Karlsruhe: Außerschulische MINT-Angebote in offenen Kinder- und Jugendarbeitsstätten.
- MAKEitREAL in Heilbronn-Franken: Unterstützung von Mädchen mit Migrationshintergrund durch mobile Makerspaces.
- MINT mobil in Bamberg: MINT-Mobil für ländliche Regionen.
Die TU-Net MINT-Initiative und die regionalen MINT-Cluster sind essenziell dafür, Schulen und Bildungseinrichtungen zu vernetzen und die MINT-Bildung auf eine breitere Basis zu stellen. Durch diese Zusammenarbeit wird nicht nur die Unterrichtsqualität erhöht, sondern auch die Zukunft der MINT-Fächer aktiv gefördert, was der gesamten Gesellschaft zugutekommt.