Am 2. April 2026 hat die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd ihre MINT-Angebote erweitert. Im Rahmen dieser Initiative wurde das „Make-MINT-Mobil“ vorgestellt, ein mobiles Lehr-Lern-Labor, das von der PH Ludwigsburg entwickelt und offiziell übergeben wurde. Das Ziel dieses innovativen Projekts besteht darin, MINT-Bildungsangebote direkt an Schulen und in außerschulischen Lernorten in Ostwürttemberg zu bringen.
Das Make-MINT-Mobil wird sowohl in der Lehrerbildung als auch mit Schulklassen eingesetzt. Es beinhaltet eine Vielzahl von Materialien für molekularbiologische Experimente, schülerorientierte MINT-Labore mit unterschiedlichen Versuchsaufbauten, sowie mobile Making-Ausrüstung, die Prototyping, Konstruktion und Digitalisierung unterstützt. Zunächst wird das Mobil in den Fächern Biologie, Physik und Technik eingesetzt. Diese Maßnahmen sind Teil einer Kooperation mit der PH Ludwigsburg im Projekt „LaboraTRI“.
Fachliche Verantwortung und Förderung
Die fachliche Verantwortung für das Make-MINT-Mobil liegt bei verschiedenen Experten der Hochschule. Dr. Isabelle Heinisch (Biologie) ist für die Entwicklung molekularbiologischer Lehr-Lern-Settings zuständig, während Juniorprofessor Dr. Jan Winkelmann (Physik) die physikdidaktischen Formate konzipiert. Zudem gestaltet Prof. Dr. Hannes Helmut Nepper (Technik) die Angebote im Bereich Making und technischer Bildung. Darüber hinaus fördert die Landesregierung zwei weitere mobile Einheiten der MINT-Bildung.
Die offizielle Übergabe des Mobils fand unter der Leitung von Prof. Dr. Elke Grundler und Prof. Dr. Steffen Schaal statt. Durch diese Initiative wird ein breites Spektrum an MINT-Angeboten für Hochschullehre, Schülerlabore sowie Fort- und Weiterbildungsformate geschaffen.
Integration von mobilen Gen-Laboren
Im weiteren Kontext ist das Make-MINT-Mobil Teil des Projekts „MINTfluencer Ostwürttemberg“, dessen Ziel es ist, MINT-Themen sichtbarer zu machen. Es soll junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik begeistern und regionale Netzwerke stärken.
In Rheinland-Pfalz wurde zudem das „Mobile Gen-Labor – Schule“ entwickelt, welches Lehrkräften an der Paul-Ehrlich-Schule in Frankfurt/Main zur Ausleihe angeboten wird. Diese Labore ermöglichen es Schulen, molekularbiologische Versuche durchzuführen. Ein wichtiges Merkmal ist die Bereitstellung moderner Laborausstattung, die in Forschungseinrichtungen verwendet wird. Jede Einheit kann Experimentieranlagen für genetische Fingerabdrücke, wie die Polymerasekettenreaktion (PCR), bereitstellen und ist „ready-to-use“.
Die Nutzung dieser Labore ist vor allem durch digitale Arbeitsmaterialien unterstützt, die eigenständige Teamarbeit fördern. Schulen in Rheinland-Pfalz können die Labore seit Frühjahr 2020 nach einer Schulung der Lehrkräfte am Pädagogischen Landesinstitut ausleihen.
Abschließend lässt sich sagen, dass sowohl das Make-MINT-Mobil als auch die mobilen Gen-Labore einen bedeutenden Schritt in Richtung einer praxisnahen Bildung im MINT-Bereich darstellen. Diese Initiativen sollen dazu beitragen, das Interesse junger Menschen an Wissenschaft und Technik nachhaltig zu wecken.
Für weitere Informationen besuchen Sie PH Gmünd, Bildungsministerium Rheinland-Pfalz und Make und MINT.



