Am 7. April 2026 stehen in Deutschland zentrale Fragen zur Mobilität im Fokus. Am 7. Mai findet an der RPTU in Kaiserslautern die Fachtagung „Transformation der Mobilität 2026“ statt. Sie wird organisiert vom Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) in Kooperation mit dem Institut für Mobilität und Verkehr (imove) der RPTU. Die Veranstaltung beginnt um 9.30 Uhr in der Rotunde des Gebäudes 57 und ist sowohl für die Fachcommunity als auch für interessierte Bürger offen. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Die Fachtagung bietet Raum für wichtige Diskussionen über die Balance zwischen technisch Machbarem und gesellschaftlich Akzeptiertem. Die zentrale Fragestellung ist, wie ökologische, ökonomische und soziale Ziele in der Mobilität miteinander in Einklang gebracht werden können. Eine Vielzahl von Referenten, darunter Dr. Michael Winnes, Ulrich Rau und Christine Haban, wird sich mit dem Wandel im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auseinandersetzen. Die Keynote von Sonja Rube widmet sich dem Thema „Transformationsmanagement als Schlüssel zur nachhaltigen Mobilität“.

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Herausforderungen der Mobilität

Die Herausforderungen im Bereich Mobilität sind vielfältig. Die Klimakrise, der demografische Wandel sowie der Fachkräftemangel und die Digitalisierung spielen eine entscheidende Rolle. Diese Herausforderungen wurden kürzlich durch den wissenschaftlichen Beirat beim Bundesminister für Digitales und Verkehr unterstrichen. Insbesondere die Notwendigkeit einer umfassenden Transformation in der Gesellschaft und den Verkehrssystemen wird deutlich. Die Verkehrswende ist in städtischen und ländlichen Gebieten von dringender Bedeutung. Hierbei gilt es, klimaschädliche Emissionen im Verkehr zu reduzieren und gleichzeitig den urbanen Lebensraum attraktiv zu gestalten.

Aktuelle Analysen zeigen, dass überlastete Infrastrukturen im motorisierten Individualverkehr (MIV) und im ÖPNV negative Auswirkungen auf die Umwelt, die Verkehrssicherheit und die Lebensqualität haben. Die Verlagerung auf umweltschonende Verkehrsträger, die Vermeidung von unnötigem Verkehr und der Umstieg auf klimaneutrale Fahrzeugantriebe sind entscheidend für eine erfolgreiche Verkehrswende. Aktuelle Konzepte wie die „lebenswerte Stadt“ und die „15-Minuten-Stadt“ präsentieren städtebauliche Zukunftsvisionen.

Strategien zur Verkehrswende

Der Transformationsbericht „Nachhaltiges Bauen und Verkehrswende“, der am 21. August 2024 beschlossen wurde, fokussiert drei zentrale Handlungsfelder: nachhaltige Stadtentwicklung, nachhaltige Gebäude und nachhaltige Mobilität. Insbesondere die nachhaltige Mobilität zielt darauf ab, Luftschadstoff- und Lärmemissionen zu reduzieren. Gleichzeitig sollen vielfältige Angebote für die Wahl von Verkehrsmitteln und Verkehrswegen geschaffen werden. Der Bericht wird bis Ende 2024 in die Überarbeitung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie einfließen.

Die Notwendigkeit einer integrierten Planung, die Verkehr mit Raum- und Siedlungsplanung verknüpft, wird ebenso betont. Hierbei sind die Neugestaltung öffentlicher Räume, der Ausbau attraktiver ÖPNV-Alternativen und die Schaffung sicherer Radinfrastruktur von zentraler Bedeutung. Auf kommunaler Ebene müssen Planungsprozesse beschleunigt werden, um Maßnahmen effizient umzusetzen. Der Reformvorschlag zum Straßenverkehrsgesetz, der Handlungsspielräume der Kommunen erweitern soll, wurde jedoch vom Bundesrat abgelehnt, was die Dringlichkeit der Verkehrswende weiterhin aufzeigt.

Für Interessierte gibt es detaillierte Informationen zu Programm, Tagungsgebühren und Anmeldeformular auf rptu.de. Medienvertreter werden gebeten, sich bis zum 4. Mai unter presse@rptu.de anzumelden, um an der Veranstaltung teilnehmen zu können.

Die Mobilitätswende betrifft nicht nur städtische, sondern auch ländliche Räume, da viele Menschen täglich zwischen diesen pendeln. Deren Mobilität muss nachhaltig gestaltet werden, um einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele zu leisten. Der Verkehrsemissionswerte müssen nach den Daten der letzten 25 Jahre gesenkt werden, was trotz erzielter Effizienzgewinne bislang nicht ausreichend gelungen ist. Daher bleibt die Dringlichkeit zur Transformation der Mobilität und der sozialen Dimensionen der Verkehrswende ein zentrales Thema in der öffentlichen Diskussion.