Am 14. Februar 2026 stellte die Leuphana Universität Lüneburg einen wegweisenden Kooperationsvertrag vor, der die Grundlage für die neu geschaffene Unternehmensprofessur bildet. Der Vertrag wurde feierlich unterzeichnet und ist auf Dauer angelegt, mit einer Evaluierung in fünf Jahren. Diese Vereinbarung sichert eine substanzielle Förderung für Forschung und Lehre an der Institution.
Ernst Eugen Esch, der die Stiftung ins Leben gerufen hat, hat sich schon früh für Innovation, Unternehmertum und verantwortungsvolles Handeln stark gemacht. Sein Ziel ist es, einen nachhaltigen Impuls für unternehmerische Verantwortung in der jüngeren Generation zu setzen. Durch diesen Ansatz wird die disziplinenübergreifende Auseinandersetzung mit unternehmerischem Denken und Handeln gefördert, was einen zentralen Bestandteil der neuen Professur darstellt.
Engagement für eine nachhaltige Transformation
Die Initiative zielt darauf ab, eine nachhaltige und verantwortungsvolle Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern. Leuphana-Präsident Sascha Spoun würdigte das Engagement von Esch und betonte die unverzichtbare Bedeutung der Übernahme unternehmerischer Verantwortung für die Innovations- und Transformationsfähigkeit in der heutigen Zeit. Er sprach seinen Dank für die großzügige Förderung und das Vertrauen in die Leuphana aus.
Im Kontext dieser neuen Professur ist auch die digitale Transformation von herausragender Bedeutung. Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) eröffnen digitale Technologien und Innovationen zahlreiche Chancen zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen. Eine entscheidende Rolle spielen Effizienzsteigerungen, die sowohl zu Kostensenkungen als auch zu Wohlstandsgewinnen führen können.
Digitalisierung als Chance und Herausforderung
Mit der fortschreitenden Digitalisierung entstehen auch neue Geschäftsmodelle, die den Klimaschutz unterstützen und die Kreislaufwirtschaft voranbringen. Allerdings muss auch darauf geachtet werden, dass diese Entwicklungen nicht zu höheren Energieverbräuchen und einem gesteigerten Bedarf an kritischen Ressourcen führen.
Das BMWK engagiert sich aktiv für die Ausrichtung von Innovationen im Sinne der Nachhaltigkeitsziele und fördert unter anderem den „GreenTech Innovationswettbewerb“, welcher digitale Technologien zur Ressourceneffizienz unterstützen soll. Zudem initiiert das Projekt GAIA-X den Aufbau eines europäischen Daten- und Infrastrukturökosystems mit einem starken Fokus auf Datenschutz.
Ein zentrales Handlungsfeld in diesem Kontext ist die Plattform Industrie 4.0, die auch eine individuelle Produktanpassung ermöglicht, mit dem Ziel, Überproduktion zu reduzieren. Das bundesweite Netzwerk „Mittelstand-Digital“ unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bei der nachhaltigen Digitalisierung und bietet 29 Zentren, die Sensibilisierung und Erprobungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen.
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Zentrum Klima.Neutral.Digital, welches KMU dabei helfen soll, bis 2035 Klimaneutralität zu erreichen. Auch die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SprinD)Leistet einen Beitrag, indem sie disruptive Innovationen fördert, um Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Herausforderungen zu entwickeln.
Insgesamt zeigt die Schaffung der Unternehmensprofessur an der Leuphana Universität Lüneburg, dass ein enger Zusammenhang zwischen unternehmerischer Verantwortung, innovativen Ansätzen und der nachhaltigen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft besteht. Die neuen Entwicklungen in der Technologie und Digitalisierung bieten die Möglichkeit, diese Ziele effektiv voranzutreiben.