Im Rahmen seines Nachhaltigkeitsprojekts „Sustainability by Design“ (SBYD) hat die Folkwang Universität der Künste beeindruckende Fortschritte erzielt. Die Initiative, die unter der Leitung von Prof. Dr. Johanna Schmeer und Tom Baffi steht, konzentriert sich auf die Entwicklung biobasierter Materialien als alternative Lösungen zu erdölbasierten Produkten. Studierende haben die Möglichkeit, im Bio-Lab der Hochschule innovative Rohstoffe wie Kaffeesatz, Eierschalen, Schnittgras, invasive Pflanzen, Algen und bakterielle Zellulose zu erforschen.
Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, ökologischere und ressourcenschonendere Design- und Produktionsmethoden zu entwickeln. Die Ergebnisse dieser Forschung wurden am 25. Januar in der Bundeskunsthalle präsentiert, während einer Finissage, bei der auch zukünftige Handlungsansätze für eine transformative Bauwende im Jahr 2026 diskutiert wurden.
Fokus auf zukünftige Entwicklungen
Im Rahmen der Veranstaltung wurden wichtige Themen erörtert, darunter die Chancen, die Künstliche Intelligenz für Projektentwickler, Kommunen, Klima- und Umweltmanager, Landschaftsplaner sowie Architekten mit sich bringt. Diese Diskussionspunkte zeugen von einer tiefen Auseinandersetzung mit den Herausforderungen, vor denen die Branche steht, und den Möglichkeiten, diese mit innovativen Technologien zu bewältigen.
Die Forschungsergebnisse aus dem SPACE FOR BIOMATERIALS der Folkwang Universität der Künste sind Teil der umfangreichen Förderlinie „Innovative Hochschule“. Das Projekt erhält zudem finanzielle Unterstützung durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) sowie die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK). Diese Förderungen unterstreichen die Relevanz und das Potenzial der erarbeiteten Konzepte für eine nachhaltige Zukunft in der Bau- und Designbranche.
Die Folkwang Universität hebt mit diesem Projekt nicht nur die Möglichkeiten biobasierter Materialien hervor, sondern regt auch eine umfassende Diskussion über die nachhaltige Transformation der Bauindustrie an. Der ganzheitliche Ansatz zielt darauf ab, eine positive Umweltbilanz zu erreichen und gleichzeitig gesellschaftliche Herausforderungen durch innovative Lösungen zu bewältigen.