
Am 29. August 2025 tritt an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) eine neue Personalie in den Kreis der akademischen Lehrkräfte ein. Prof. Dr. Benedikt Downar wurde zum Professor für Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung ernannt. In einer Zeit, in der Fragen der Nachhaltigkeit und der verantwortungsbewussten Unternehmensführung immer mehr in den Fokus rücken, wird Downars Expertise von großer Relevanz sein.
Die FAU gehört zu den 15 größten und forschungsstärksten Universitäten Deutschlands mit mehr als 39.000 Studierenden und über 6.000 Mitarbeitenden. Downars Forschungsinteressen konzentrieren sich auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung und die Rolle der Medien in der Verbreitung von Nachhaltigkeitsinformationen. Er untersucht, wie Transparenzpflichten Unternehmen dazu anregen können, sich intensiver mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen.
Berichterstattungspflichten in Deutschland
Das Thema Nachhaltigkeitsberichterstattung steht auch im Kontext der neuen EU-Richtlinie, der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die nicht nur die Berichterstattungspflichten in Deutschland erheblich ausweiten wird. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz berichtet, dass die Zahl der berichtspflichtigen Unternehmen in Deutschland von etwa 500 auf fast 15.000 ansteigen wird.
Diese Richtlinie, die am 5. Januar 2023 in Kraft trat, bringt weitreichende Veränderungen mit sich. Die meisten Unternehmen müssen ihre Nachhaltigkeitsberichte nach den neuen European Sustainability Reporting Standards (ESRS) erstellen. Ab dem 1. Januar 2024 gelten die neuen Anforderungen zunächst für Unternehmen von öffentlichem Interesse mit mehr als 500 Mitarbeitenden und ab 2025 für alle großen Unternehmen.
Ein zentrales Ziel der CSRD ist die Erhöhung der Rechenschaftspflicht über Nachhaltigkeitsaspekte, was durch die Einführung verbindlicher EU-Standards sowie die externe Prüfung der Berichterstattung erreicht werden soll. Der CSR-Politik-Portal hebt hervor, dass die Berichterstattung nun die doppelte Wesentlichkeit berücksichtigt, also sowohl die Auswirkungen der Unternehmen auf die Umwelt als auch umgekehrt.
Unterstützung für Unternehmen und Ausbildung
Zusätzlich plant das Bundeswirtschaftsministerium, Unternehmen aktiv bei der Umsetzung der neuen Vorgaben zu unterstützen. Dabei wird eine neue Version des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) entwickelt, die am 11. März 2025 in einem ersten Modul kostenfrei zur Verfügung stehen soll. Diese Plattform wird die gesetzlichen Anforderungen der CSRD abbilden und Unternehmen durch das Erstellen von Nachhaltigkeitsberichten leiten.
Prof. Dr. Downar, der zuvor an der Georg-August-Universität Göttingen tätig war, hat in seiner akademischen Laufbahn mehrere relevante Erfahrungen gesammelt, unter anderem im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Seine Studien in Management und Economics an der Ruhr-Universität Bochum sowie seine Habilitation an der TU München zeugen von seiner fundierten akademischen Basis.
Das Bestreben von Downar, verschiedene Länder zu bereisen und andere Kulturen kennenzulernen, spiegelt eine global orientierte Perspektive wider, die für seine zukünftige Lehr- und Forschungsarbeit von Bedeutung sein wird.
Für die kommende Zeit plant er, auch Spiele des 1. FC Nürnberg zu besuchen, was seine regionale Verbundenheit durch seinen Heimatverein, den VfL Bochum, ausdrückt.