Am 11. März 2026 fand in Vechta die Nachwuchstagung des Hochschulverbandes für Geographiedidaktik (HGD) statt. Unter dem Titel „Erdkundeunterricht und Klimawandel“ wurde die Bedeutung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in ländlichen Räumen thematisiert. Diese Veranstaltung brachte rund 50 Teilnehmende zusammen, darunter Promovierende, Postdocs und Studierende in der Abschlussphase aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Die Organisation lag in den Händen des Teams der Didaktik der Geographie der Universität Vechta, unter der Leitung von Dr. Hannah Lathan, Lena Neumann und Madelaine Uxa.

Die Tagung zielte darauf ab, den Austausch über Promotionsvorhaben zu fördern und junge Forschende in ihren wissenschaftlichen Tätigkeiten zu unterstützen. Ein zentrales Anliegen war die interdisziplinäre Vernetzung. Dies wurde durch Kooperationen mit Einrichtungen wie dem Vechta Institute for Sustainability Transformation in Rural Areas (VISTRA), dem Kompetenzzentrum Regionales Lernen (KoReLe) und dem Graduiertenzentrum der Universität Vechta verstärkt.

Programm und Exkursionen

Das Programm umfasste vielfältige Formate, darunter Forschungswerkstätten, Posterpräsentationen sowie Workshops, in denen Themen wie methodische Fragen und Karrierestrategien, etwa die Drittmittelakquise, behandelt wurden. Zusätzlich bot die Tagung Exkursionen zu unterschiedlichen lokalen Einrichtungen an, wie dem Goldenstedter Moor und dem Wilhelminenhof Balz, die sich mit solidarischer Landwirtschaft und Naturschutz beschäftigen.

In der Bildung für nachhaltige Entwicklung werden globale Herausforderungen ganzheitlich betrachtet. Ziel ist es, das Denken und Handeln von Individuen zu verändern und verantwortungsvolle Entscheidungen im Sinne ökologischer, ökonomischer und sozialer Gerechtigkeit zu fördern. Dies erfordert innovative Ansätze im Unterricht, die über traditionelle Lehrmethoden hinausgehen.

Unterstützung und Finanzierung

Die Veranstaltung wurde durch eine Vielzahl von Institutionen unterstützt. Dazu zählen das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK), der Hochschulverband für Geographiedidaktik (HGD), die Universitätsgesellschaft Vechta (UGV) sowie regionale Partner wie die Landessparkasse zu Oldenburg und der Verbund Oldenburger Münsterland.

Die HGD-Nachwuchstagung verfolgt nicht nur das Ziel, wissenschaftliche Qualität zu fördern, sondern auch die Sichtbarkeit junger Forschender in relevanten Themen wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu erhöhen. Der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis in diesem Bereich ist entscheidend, um nachhaltige Entwicklung in Schulen und der Gesellschaft zu verankern.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Tagung in Vechta eine bedeutende Plattform für den Austausch über innovative Lehr-Lern-Arrangements in der Geographiedidaktik bieten konnte, wobei die Themen Klimawandel und nachhaltige Entwicklung im Mittelpunkt standen. Dies unterstreicht die Relevanz der Geographie in der aktuellen Bildungspolitik und in der gesellschaftlichen Debatte um Zukunftsfragen.

Für weitere Informationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und zu aktuellen Projekten können Interessierte auf die entsprechenden Plattformen des Bildungsservers und der Universität Augsburg zugreifen.