Am 16. März 2026 sind die Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr Nordrhein-Westfalens erneut von erheblichen Einschränkungen betroffen. Gewerkschaft ver.di hat zu einem Warnstreik aufgerufen, der vor allem die Beschäftigten der BOGESTRA, der Hauptvertriebs- und der Vestischen betrifft. Wie news.rub.de berichtet, sind an diesen Tagen sämtliche Bus- und Bahnfahrten in den betroffenen Bereichen gestoppt. Dies bedeutet, dass auch die U35 und alle Busse zur Ruhr-Universität nicht fahren werden, während S-Bahnen und Regionalzüge der Deutschen Bahn von den Streikmaßnahmen unberührt bleiben.
Bereits in den vergangenen Wochen haben die Tarifverhandlungen für rund 30.000 Beschäftigte der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen Schwierigkeiten bereitet. Die Arbeitgeberseite brachte kein verhandlungsfähiges Angebot vor, stattdessen präsentierten sie einen Katalog mit Verschlechterungen, beispielsweise in der Krankengeldregelung und bei Nachtarbeitszuschlägen. verdi.de berichtet von dem Druck, den ver.di auf die Arbeitgeber ausübt, um substanzielle Verbesserungen in den Arbeitsbedingungen zu fordern.
Hintergrund zu den Streiks
Die Streikmaßnahmen fallen zeitlich mit dem Zweitliga-Heimspiel des VfL Bochum gegen den 1. FC Kaiserslautern zusammen. Diese Überschneidung verdeutlicht die durch den Streik verursachten Einschränkungen, da viele Fans auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind. Ver.di fordert unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Zudem soll die Ruhezeit zwischen Schichten von 10 auf 11 Stunden erhöht und der Zuschlag für Sonntagsarbeit signifikant angehoben werden. Diese Forderungen sind Teil der Verhandlungen, die am 3. März ohne Ergebnis endeten und die nun in die dritte Runde am 24. März übergehen sollen.
Parallel zu den Streiks im Nahverkehr gibt es auch Arbeitsniederlegungen in den Kundenzentren und der Verwaltung von 14 Nahverkehrsbetrieben, darunter bedeutende Anbieter wie die KVB in Köln und die Rheinbahn in Düsseldorf. In diesen Betrieben bleiben am Dienstag viele Busse und Bahnen in den Depots, was die Mobilität der Bürger zusätzlich einschränkt. zeit.de hebt hervor, dass die eingeschränkten Dienstleistungen nicht den Betriebsabläufen der privatisierten Unternehmen oder S-Bahnen und Regionalzügen im Schienenverkehr zur Last fallen, die weiterhin für die Nutzer zur Verfügung stehen.
Die Auswirkungen des Streiks werden daher in den kommenden Tagen spürbar sein, und insbesondere die kommenden Fahrten am 18. März könnten durch kleinere Störungen und Verzögerungen beeinträchtigt werden, wenn die Beschäftigten den Druck auf die Arbeitgeber fortsetzen.