Auf dem Campus der Ruhr-Universität wird die Rückkehr eines einzigartigen Kunstwerks gefeiert: Ein leuchtender Schriftzug an der Universitätsbibliothek, der in den kommenden Wochen das Ambiente des Hochschulgeländes bereichern wird. Dieser Schriftzug ist das Werk des renommierten Düsseldorfer Licht- und Konzeptkünstlers Mischa Kuball. Der kunstvoll gestaltete Schriftzug ist Teil einer Lichtinstallation, die das Forum zwischen der Bibliothek, den Kunstsammlungen und dem Audimax in neuem Licht erstrahlen lassen soll, wie news.rub.de berichtet.

Die Installation wurde notwendig, da die vorherigen Neonleuchtröhren durch die Witterung, Vandalismus und sogar durch Vögel stark in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Viele Elemente des kunstvollen Schriftzugs mussten daher erneuert werden. Die Verantwortlichen nahmen sich vor, die Instandsetzung nachhaltig und energiesparend zu gestalten. Aus diesem Grund fiel die Wahl auf moderne LED-Technik, die nicht nur langlebiger, sondern auch effizienter ist.

Herausforderungen bei der Erneuerung

Die Suche nach einem geeigneten Unternehmen, das die für das Kunstwerk erforderlichen widerstandsfähigen Buchstaben herstellen kann, gestaltete sich als schwieriger Prozess. Bereits der erste Musterbuchstabe zerbrach innerhalb von zwei Wochen – ein Rückschlag, der die Planungen verzögerte. Darüber hinaus umfassten die technischen Herausforderungen die vollständige Erneuerung der Elektrik sowie die Anpassung des Untergrunds für das neue Gerüst. Es stellte sich heraus, dass die Waschbetonplatten auf dem Forum sich in ihrer Dicke unterschieden und somit die Stabilität des Gerüsts beeinträchtigen könnten.

Bei der Demontage der alten Buchstaben kamen zudem Risse in der Fassade zum Vorschein. Poröses Material musste sorgfältig entfernt werden, um die neue Installation zu ermöglichen. Die neuen LED-Bänder, die nun zum Einsatz kommen, sind für hohe Belastungen ausgelegt und durchliefen vor der endgültigen Installation umfangreiche Tests, um ihre Qualität zu sichern.

Ein erhellender Moment

Der Zeitpunkt, als der Schriftzug schließlich zum ersten Mal leuchtete, wurde von den Beteiligten als besonders ergreifend empfunden. Mischa Kuball selbst betont die Bedeutung des Kunstwerks: Es bezeichnet nicht nur den Standort, sondern vermittelt auch tiefere Bedeutungszusammenhänge, die durch die dynamische Lichtinstallation in verschiedenen Kombinationen von Akronymen lebendig werden.

Die Installation an den Kunstsammlungen ist nicht nur ein sichtbarer Blickfang, sondern trägt auch zur kulturellen Identität der Ruhr-Universität bei. Sie lädt ein dazu, den Campus aus einer neuen Perspektive zu erleben und die Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum zu würdigen.