Die Pandemie hat eindringlich die Forderung nach schnellem und koordiniertem Handeln in Krisensituationen ins Bewusstsein gerufen. Dies wird besonders deutlich durch das im Jahr 2020 gegründete Netzwerk Universitätsmedizin (NUM), das zur Koordination der COVID-19-Forschung in der deutschen Universitätsmedizin gedacht ist. Jetzt, am 15. Februar 2026, wird der Fokus auf das Projekt NUM-SAR gelegt, welches in den kommenden fünf Jahren eine umfassende Infrastruktur schaffen soll, um ein zügiges Reagieren auf zukünftige pandemische Bedrohungen zu ermöglichen. Diese Informationen liefert die Charité unter charite.de.
Das NUM-SAR-Projekt wird eine spezielle Laborstruktur und evidenzbasierte Grundlagen schaffen, die nicht nur die Forschung, sondern auch die Diagnostik während pandemischer Lagen erheblich verbessern möchten. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Öffentliche Gesundheitswesen, das für die unmittelbare Reaktion in solchen Fällen zuständig ist. Erste belastbare Daten und Expertise für dieses Vorhaben stammen aus der medizinischen Spitzenversorgung an verschiedenen universitären Standorten. Ähnlich berichtet das Netzwerk Universitätsmedizin unter netzwerk-universitaetsmedizin.de, dass ein bundesweites Netzwerk aus 23 spezialisierten, universitären Laboren sowie klinischer Fachexpertise in Virologie gestaltet wird.
Strukturen für schnelles Reagieren
Hervorzuheben ist die Wichtigkeit von eingespielten Abläufen in der Universitätsmedizin. Diese erhöhen die Handlungsfähigkeit des Gesundheitssystems erheblich. Dazu zählen insbesondere schnelle Diagnosen, Monitoring und robuste Datenstrukturen. Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Virologie (GfV) sowie dem Robert Koch-Institut (RKI) wird als essenziell angesehen. Prof. Christian Drosten unterstreicht, wie bedeutend eine breit aufgestellte Kompetenz für sofortige Reaktionen im Pandemiefall ist.
Ein zentraler Aspekt des NUM-SAR besteht in der Entwicklung eines umfassenden Konzepts für Monitoring und Surveillance des Gesundheitssystems. Diese Programme sollen verschiedene infektionsmedizinische und hygienerelevante Parameter erheben und verbunden werden mit einer bestehenden Plattform zur genomischen Erreger-Surveillance, der GenSurv, um eine schnellere epidemiologische Bewertung zu ermöglichen. Prof. Simone Scheithauer fügt hinzu, dass die gesammelten Daten dem RKI sowie dem Öffentlichen Gesundheitswesen zur Verfügung stehen werden.
Technologische Fortschritte und Infrastruktur
Ein weiterer Baustein des NUM-SAR-Projekts ist die Weiterentwicklung des NUM-Dashboards, das vom Universitätsklinikum Bonn koordiniert wird. Dieses Dashboard wird für Echtzeitanalysen von Versorgungsdaten ausgelegt sein und nutzt die IT-Infrastruktur der Datenintegrationszentren (DIZ) im NUM. Die technische Grundlage dieser Infrastruktur wird die beschleunigte Kommunikation und den Zugang zu verlässlichen Gesundheitsdaten sicherstellen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das NUM-SAR-Projekt zur Verbesserung der Pandemieeindämmung in zukünftigen Krisen notwendig ist. Es soll nicht nur die Labore des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) ergänzen, sondern auch die Kapazitäten in der Wissensbildung und Evidenzsynthese erweitern. Die Notwendigkeit einer einheitlichen Dateninfrastruktur wird immer drängender, um Gesundheitsbelastungen und Pandemiedynamik effektiver miteinander zu verknüpfen, wie aus den Informationen auf netzwerk-universitaetsmedizin.de hervorgeht.