Im kommenden Jahr lädt das Museum Giersch der Goethe-Universität zu einer innovativen Ausstellung ein: „Multispezies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen“. Diese Veranstaltung ist Teil der World Design Capital 2026 und wird vom 28. März bis 6. September 2026 stattfinden. Sie thematisiert die Beziehungen zwischen Technologie und der Natur und betont die Wichtigkeit von Fürsorge und Teilhabe in einer zunehmend technologisierten Gesellschaft. Besucher*innen haben die Möglichkeit, aktiv an der Auseinandersetzung über die Rolle der Technologie in der Kommunikation zwischen verschiedenen Spezies teilzunehmen, wie Puk berichtet.

Ein zentrales Anliegen der Ausstellung ist die kritische Auseinandersetzung mit der vermeintlichen Neutralität der Technik. Sie wird nicht nur als Werkzeug dargestellt, sondern auch als System, das bestehende Machtverhältnisse verstärken und erhebliche Ressourcen verbrauchen kann.

Interaktive Highlights und künstlerische Positionen

Zu den interaktiven Höhepunkten gehören das „Garden Protocol“ von Andreas Greiner, das eine Verbindung zwischen Pflanzen, Menschen und technischen Systemen herstellt. Ein weiteres attraktives Angebot ist das Multispezies Café, in dem Diskussionen über Künstliche Intelligenz angeregt werden. Das Klangkunstwerk „Conspiracy Theory“ bietet zudem einen Trialog zwischen drei KI-Systemen und regt zum Nachdenken über die Rolle von Künstlicher Intelligenz in der Gesellschaft an.

Die künstlerischen Arbeiten sind ebenso vielfältig wie spannend. Xenia Snows „Cyber Chimären“ zeigt Mischwesen aus biologischen und technologischen Systemen, während die Gruppe allapopp mit „Songs of Cyborgeoisie“ eine interaktive Auseinandersetzung mit KI und Robotik bereitstellt. Andreas Greiner präsentiert mehrere Werke, darunter „Replicating Seed“ und „Hybrid Matter Study“, die menschliche und künstliche Zellen vergleichen. Auch neue Projekte wie „Arih Baji“ von Laleh Khabbazy Oskouei und Farhang Rafiee laden dazu ein, digitale Räume kritisch zu hinterfragen.

Wissenschaftliche Perspektiven und Vermittlungsangebote

Die Ausstellung bietet auch wissenschaftliche Perspektiven aus verschiedenen Disziplinen, darunter die KI-Forschung, Bioinformatik, Kunstpädagogik und Anthropologie. Studierende der Muthesius Kunsthochschule Kiel und der HfG Offenbach bringen ihre Ideen ein, um die Themen der Ausstellung weiter zu vertiefen.

Für alle Altersgruppen ist ein umfangreiches Vermittlungsprogramm vorgesehen, welches Workshops und Führungen umfasst. Besonders hervorzuheben ist der Workshop „Datendetektiv*innen im Museum“, der speziell für Kitas und Grundschulen konzipiert wurde und kostenlose Plätze anbietet. Zudem ist die Vernissage für den 27. März 2026 ab 18 Uhr geplant, gefolgt von Veranstaltungen wie der Nacht der Museen am 25. April und dem Digitaltag am 26. Juni.

Die Ausstellung ist preisgünstig, mit einem Eintritt von 7 Euro für Erwachsene und 5 Euro ermäßigt. Unter 18-Jährige und Schulklassen haben freien Eintritt. Die Öffnungszeiten des Museums sind dienstags, mittwochs, freitags, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr sowie donnerstags bis 20 Uhr. Für Presseanfragen steht Christine Karmann als Ansprechpartnerin zur Verfügung.