Das Maria Sibylla Merian Centre Conviviality-Inequality in Latin America (Mecila) beginnt im April 2026 eine neue Förderphase, die sich auf entscheidende gesellschaftliche Herausforderungen in Lateinamerika konzentriert. Wie die Freie Universität Berlin berichtet, ist das Hauptaugenmerk dieser Phase die Untersuchung der Folgen von Digitalisierung und Klimakrise auf das gesellschaftliche Zusammenleben.
Koordiniert wird das Projekt von der Freien Universität Berlin, während ein internationales Konsortium Partner aus Deutschland, Brasilien, Mexiko und Argentinien vereint. Das Forschungskolleg besteht seit 2017 und zielt darauf ab, sozialen Zusammenhalt im Kontext von Ungleichheiten und gesellschaftlicher Polarisierung in dieser Region zu erforschen.
Neue Forschungsschwerpunkte
In der neuen Förderphase legt Mecila zwei zentrale Forschungsschwerpunkte fest: Ersten werden die Auswirkungen der Digitalisierung auf soziale Ungleichheiten und deren Konsequenzen für den sozialen Zusammenhalt untersucht. Zweitens steht die Analyse der klimatischen Veränderungen und deren Einflüsse auf das Zusammenleben zwischen Menschen und anderen Lebewesen im Fokus.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Sérgio Costa, einem Soziologen am Lateinamerika Institut der Freien Universität Berlin, soll die Forschung über einen Zeitraum von drei Jahren durchgeführt werden. Diese neue Förderphase wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) unterstützt und hat das Ziel, Mecila langfristig zu etablieren.
Internationale Kooperation und Sichtbarkeit
Mecila ist Teil der Maria-Sibylla-Merian-Zentren, die darauf abzielen, die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und verschiedenen Ländern in Lateinamerika, Afrika und Asien zu fördern. Zu dem Konsortium gehören auch die Universität zu Köln sowie mehrere andere Institutionen wie das Ibero-Amerikanische Institut der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die Universidade de São Paulo, das Centro Brasileiro de Análise e Planejamento und das Colegio de México.
Durch ein Fellowship-Programm sowie internationale Publikationen und Konferenzen fördert Mecila exzellente Forschung und den gleichberechtigten Austausch. Ein besonderes Merkmal der Initiative ist ihre Mehrsprachigkeit: Deutsch, Englisch, Portugiesisch und Spanisch stärken die Integration unterschiedlicher Wissensräume und erhöhen die internationale Sichtbarkeit der Forschung.