Am 23. Februar 2026 machte die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) Schlagzeilen mit der Ernennung von Professorin Meike Stiesch zur neuen Forschungsdekanin. Die MHH ist bekannt für ihre beeindruckende Forschungsstärke und gilt als eine der führenden medizinischen Einrichtungen in Deutschland. Stiesch tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Frank Bengel an, der diese Position seit 2020 innehatte. In der neuen Rolle wird sie zunächst für zwei Jahre tätig sein und die Präsidentin sowie den Senat in Forschungsangelegenheiten beraten.

Mit einem klaren Fokus auf Innovation, Interdisziplinarität und die Förderung junger Wissenschaftler:innen plant Stiesch, die Wettbewerbsfähigkeit der MHH zu stärken. Ihre Verantwortung reicht von der Akquisition von Fördermitteln über Ausschreibungen hinweg bis zur strukturierten Forschungsförderung. Insbesondere wird sie den interdisziplinären Sonderforschungsbereich (SFB) Transregio TRR 298 SIIRI leiten, der an intelligenten Implantaten forscht. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat diesen SFB jüngst mit einer Weiterfinanzierung von zwölf Millionen Euro bis Ende 2025 ausgestattet.

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Neues im Bereich Implantate

Mit dem Fokus auf langlebige Implantate gewinnt das Projekt „Matrix Evolution“ an Bedeutung. Dies stellt einen interdisziplinären Verbund von Wissenschaftlerinnen der Leibniz Universität Hannover (LUH) und der MHH dar, dessen Ziel es ist, komplexere Biomaterialien für die regenerative Medizin zu entwickeln. Angesichts der steigenden Lebenserwartung wird ein besseres Verständnis von Gewebestrukturen sowie von Biomaterialien immer wichtiger, um Komplikationen wie Entzündungen oder Infektionen zu vermeiden. Das Projekt wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert.

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In diesem Forschungsverbund arbeiten Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen wie Zellbiologie, Technischer Chemie, Bioinformatik und Zahnmedizin zusammen, um Erkenntnisse zur Entwicklung neuer Matrizes in der regenerativen Medizin zu gewinnen. Aktuell wird an der Verbesserung bestehender Biomaterialien geforscht, die oft nur vereinfachte Nachbildungen der natürlichen extrazellulären Matrix (EZM) darstellen. Deren komplexe Struktur und dynamische Eigenschaften sind entscheidend für eine erfolgreiche Integration im menschlichen Körper.

Professorin Stiesch, die sich bereits mit maßgeschneiderten Zahn- und Kieferimplantaten beschäftigt hat, ist auch hier direkt eingebunden und plant die Erweiterung bestehender Förderprogramme. Die zukünftigen Biomaterialien sollen die Komplexität und Dynamik der natürlichen EZM besser nachahmen und innovative Lösungen für den Ersatz verlorener Gewebe bieten.

Technologische Innovationen und zukünftige Perspektiven

Ein weiterer zentraler Aspekt von Stieschs Ansatz ist die Digitalisierung in der Medizintechnik und Robotik. Die strategische Ausrichtung auf moderne Technologien wird nicht nur die MHH als Forschungsstandort sichtbarer machen, sondern auch das Potential für neue Förderprogramme erhöhen. Für die Forschungslandschaft bedeutet dies neue Möglichkeiten in der Entwicklung und Anwendung von Technologien, die letztlich auch der Verbesserung der Patientenversorgung zugutekommen könnten.

Darüber hinaus ist Prof. Stiesch aktiv an verschiedenen Gremien beteiligt und setzt sich für die Einhaltung der Guten Wissenschaftlichen Praxis ein. Ihre umfassende Erfahrung und das Engagement für eine nachhaltige Forschung werden den Weg für die zukünftige Entwicklung der MHH ebnen und zu einer weiteren Stärkung des Wissenschaftsstandorts Niedersachsen führen.

Während die MHH und ihre Institutionen weiterhin an der Spitze der Medizinforschung stehen, zeigt sich, dass interdisziplinäre Zusammenarbeit und innovative Ansätze der Schlüssel zum Erfolg sind. Die spannenden Entwicklungen rund um Stieschs Amtsantritt animieren zur Beobachtung weiterer Fortschritte in der Implantatforschung und der regenerativen Medizin.