Am 16. Februar 2026 gab die Universität Vechta bekannt, dass das Referat Forschung, Nachwuchsförderung und Transfer (RFNT) als zentrale Service- und Koordinationseinheit eine neue Leitung unter Dr. Christine Gröneweg hat. Seit Oktober 2025 setzt sie sich dafür ein, die Rahmenbedingungen für Forschungsaktivitäten an der Universität zu verbessern. Das RFNT unterstützt Forschende in allen Phasen des Forschungsprozesses, von der Ideenfindung bis zur Sichtbarmachung der Ergebnisse.

Die Aufgaben des RFNT sind vielfältig. Dazu gehören die Beratung zu Fördermitteln und Forschungskooperationen, Unterstützung bei der Budgetplanung und die Bearbeitung interner Förderanträge. Zudem organisiert das RFNT Veranstaltungen und stellt Informationen zur Verfügung, die für die erfolgreiche Antragstellung von Drittmitteln entscheidend sind. Ein wichtiges Ziel besteht darin, den Wissenstransfer zwischen der Universität und der Gesellschaft zu fördern.

Einblicke in die neue Strategie

Dr. Gröneweg hebt die enge Verbindung der Forschung mit gesellschaftlich relevanten Themen hervor, beispielsweise in den Bereichen Bildung, soziale Gerechtigkeit, Kultur und Nachhaltigkeit. Dies wird durch den seit 2012 bestehenden Science Shop Vechta/Cloppenburg unterstützt, der partizipative Projekte fördert. Über das Forschungsinformationssystem VeRO werden Forschungsdaten und -ergebnisse verwaltet.

Besonders vorteilhaft ist die kleinere Hochschulgröße, die schnelle Abstimmungen und die rasche Umsetzung von Projekten ermöglicht. In den letzten Jahren hat das RFNT erfolgreiche Drittmitteleinwerbungen stabilisieren und ausbauen können. Ein „Wegweiser Forschung“ bündelt Informationen und erleichtert den Zugang zu unterstützenden Ressourcen. Langfristig plant das RFNT, sich stärker zu internationalisieren und mit digitalen Trends sowie Künstlicher Intelligenz (KI) auseinanderzusetzen.

Drittmittelakquise und Projektabwicklung

Die Akquise von Drittmitteln erfordert umfangreiche Vorbereitung. Laut academics.de muss die Projektidee feststehen und die wissenschaftliche Projektleitung sollte eng mit der Finanzabteilung der Hochschulverwaltung zusammenarbeiten. Ein solider Finanzierungsplan basierend auf den Vorgaben des Drittmittelgebers ist unerlässlich. Bevor ein Antrag eingereicht wird, muss dieser vom Hochschulpräsidium genehmigt werden, was das strategische Management der Antragstellung umfasst.

Ein weiterer Aspekt ist die Notwendigkeit, die Dringlichkeit der Forschungsfragen klar zu kommunizieren und sich an die spezifischen Anforderungen der Drittmittelgeber zu halten, um erfolgreich zu sein. Zu den Kriterien gehören unter anderem auch die Vermeidung von Standard-Anschreiben, die in der Regel nicht zum Erfolg führen. Projekte müssen die spezifischen Richtlinien der jeweiligen Fördereinrichtungen beachten, wie zum Beispiel die strengen Qualitätskriterien des European Research Council (ERC).

Hochschulinterne Regularien zur Annahme von Drittmitteln

Falls Drittmittel angenommen werden, erfolgt dies durch das Rektorat oder das Dezernat Forschung der Universität. Entscheidend ist, dass Hochschulmitglieder die Universität nicht eigenständig vertreten oder Drittmittel persönlich annehmen dürfen. Jede Annahme von Drittmitteln muss zudem die Zustimmung der Hochschule zu den damit verbundenen Vorteilen für die beteiligten Mitglieder beinhalten.

Die ablehnende Entscheidung kann aus unterschiedlichen Gründen erfolgen, wie zum Beispiel der Beeinträchtigung anderer Hochschulaufgaben oder der Nichteinhaltung gesetzlicher Vorschriften. Besonders kritisch sind Fälle, in denen Drittmittelprojekte unverhältnismäßig Ressourcen der Hochschule in Anspruch nehmen würden, was negative Folgen für andere Aufgaben der Hochschule haben könnte. Eine detaillierte Betrachtung dieser Regularien ist entscheidend, um verantwortungsvolle Entscheidungen über kommende Projekte zu treffen.