Am 23. Februar 2026 haben der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein e.V. und die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr (HSU/UniBw H) einen entscheidenden Schritt in der akademischen Ausbildung von Bauingenieuren unternommen. Manja Biel, Hauptgeschäftsführerin des Verbands, und Prof. Dr. Klaus Beckmann, Präsident der HSU, unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung. Diese Vereinbarung zielt darauf ab, hochqualifizierte Fachkräfte für die zivile Bauwirtschaft in der Region auszubilden und den Praxisbezug im Studium zu stärken.
Ab Oktober 2026 stehen im Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen bis zu zehn Studienplätze für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mitgliedsunternehmen des Bauindustrieverbandes zur Verfügung. Diese Initiative wird ab Januar 2027 auch für den Masterstudiengang ausgeweitet. Die Studierenden haben die Möglichkeit, den Bachelor in zweieinviertel Jahren und den Master in eindreiviertel Jahren abzuschließen und somit beide Abschlüsse innerhalb von vier Jahren zu erwerben. Dies ermöglicht es Fachkräften, früher in ihre Unternehmen zurückzukehren.
Vorteile der Kooperation
Die Vorteile des neuen Studienprogramms sind vielfältig. Es ist wissenschaftlich fundiert, anwendungsorientiert, bietet individuelle Betreuung und interdisziplinäre Lehrangebote in kleinen Lerngruppen. Der Bauindustrieverband vertritt rund 90 Unternehmen mit über 8.000 Beschäftigten und einer Jahresbauleistung von über 2 Milliarden Euro. Somit können die Mitgliedsunternehmen langfristig qualifizierte Ingenieurinnen und Ingenieure gewinnen.
Manja Biel hebt die Flexibilität der Vereinbarung hervor, da Kosten nur bei tatsächlicher Nutzung eines Studienplatzes anfallen. Prof. Dr. Klaus Beckmann ergänzt, dass die Öffnung des Studienangebots für die Gesellschaft wichtig ist und die Vielfalt große Vorteile für die Ausbildung mit sich bringt. Diese Zusammenarbeit soll dazu beitragen, qualifizierte Fachkräfte auszubilden und die Verbindung zwischen Hochschule und Praxis zu stärken.
Campus DOK – Ein bedeutendes Bauprojekt
Parallel zu dieser neuen Initiative wird auch der Aufbau des Campus DOK an der HSU vorangetrieben. Dies zählt zu den größten Hochschulbauvorhaben in Deutschland mit einer Gesamtinvestition von rund 1 Milliarde Euro in einen klimaneutralen Wissenschaftsstandort. Nach der Unterzeichnung eines Mehrparteienvertrags haben die Planungsarbeiten zur grundlegenden Neuentwicklung des Campus der Douaumont-Kaserne (DOK) im Stadtteil Jenfeld begonnen.
Mit einer Arealgröße von etwa 205.000 m² und einer Bruttogrundfläche der Neubauten und sanierten Gebäuden von über 100.000 m² soll das Projekt sämtliche Fachbereiche der Universität an einem zentralen Standort zusammenführen. Die Verwendung der Integrierten Projektabwicklung (IPA) ermöglicht eine effiziente und transparente Umsetzung mit gemeinsamer Verantwortung für Chancen und Risiken. Das Projekt hat bundesweite Bedeutung für die akademische Ausbildung des Führungskräftenachwuchses der Bundeswehr und stärkt somit den Wissenschafts- und Forschungsstandort Hamburg.
Mit diesen bedeutenden Entwicklungen zeigt sich die Helmut-Schmidt-Universität als Vorreiter in der Ausbildung zukunftsfähiger Fachkräfte im Bauingenieurwesen, während gleichzeitig eine moderne Hochschulinfrastruktur geschaffen wird. Studieninteressierte können sich direkt an Astrid Strüßmann von der HSU wenden, um mehr Informationen zu erhalten.