Am 19. März 2026 hat die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBw H) eine bedeutende Kooperationsvereinbarung im Bereich Wargaming unterzeichnet. Diese Vereinbarung wurde in Zusammenarbeit mit dem Streitkräfteamt (SKA), dem Planungsamt der Bundeswehr (PlgABw) und dem Center for Intelligence and Security Studies (CISS) der Universität der Bundeswehr München geschlossen. Ziel ist eine umfassende Weiterentwicklung des Wargamings innerhalb der Bundeswehr.

Wargaming wird dabei als zentrales Instrument für die Ausbildung, Analyse und strategische Entscheidungsunterstützung positioniert. Der Einsatz von Wargaming bedeutet, dass sowohl militärische als auch zivile Führungskräfte in die Lage versetzt werden sollen, durch das Durchspielen von Szenarien fundierte Entscheidungen zu treffen. Dies fördert nicht nur die Entscheidungsfindung, sondern auch die strategische Denkweise.

Fokus auf Ausbildung und strategische Planung

Ein Kernanliegen der neuen Vereinbarung ist die Stärkung des Educational Wargaming. Es soll insbesondere für die Aus-, Fort- und Weiterbildung innerhalb der Bundeswehr ausgebaut werden. Darüber hinaus erhält das Analytical Wargaming, das als Instrument der strategischen Planung fungiert, besondere Aufmerksamkeit.

Im Rahmen dieser Initiative werden Methoden der strategischen Vorausschau, Szenarioplanung und Net Assessment in die Analysen und Schulungen integriert. Die Partner streben eine langfristige, institutionalisierte Zusammenarbeit an. Geplant sind nicht nur die gemeinsame Planung und Durchführung von Wargames, sondern auch die Entwicklung einheitlicher Standards und Methoden.

Langfristige Zusammenarbeit und Netzwerkbildung

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Vereinbarung ist der Aufbau eines ressortinternen Wargaming-Netzwerks. Dieses Netzwerk soll die strategische Beratungsfähigkeit innerhalb des Geschäftsbereichs des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) unterstützen. Es sind zudem gemeinsame Studien und Publikationen vorgesehen, die aus den Erkenntnissen der Kooperation hervorgehen sollen.

Durch die intensive Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Institutionen wird angestrebt, ein umfassendes System zur Unterstützung komplexer militärischer und strategischer Entscheidungen zu schaffen. Wie BWI berichtet, bereitet sich die Bundeswehr darauf vor, auf die unvorhersehbaren Herausforderungen der Zukunft zu reagieren. Die Einbindung innovativer Ansätze wie Wargaming wird als entscheidend für die Weiterentwicklung strategischer Fähigkeiten angesehen.

Zusammengefasst ist diese neue Kooperationsvereinbarung ein Schritt in die richtige Richtung, um das strategische Entscheidungsvermögen der Bundeswehr zu stärken und auf die sich ständig verändernden sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen zu reagieren. In einer Zeit, in der militärische und zivile Herausforderungen ineinandergreifen, wird die Rolle von Wargaming zunehmend zentral.

Weitere Informationen finden Sie im Wargaming-Handbuch der Bundeswehr, das als wertvolle Ressource für Militärs und Entscheidungsträger dient.