Am 25. Februar 2026 gab die Universität Duisburg-Essen bekannt, dass Dr. Henning Reis zum 1. Dezember 2025 den Ruf auf die Professur für ‚Molekulare Pathologie‘ an der Fakultät für Medizin / Universitätsklinikum Essen angenommen hat. Diese Ernennung ist besonders bedeutend, da die molekulare Pathologie ein zentrales und wachsendes Teilgebiet der Pathologie darstellt. Dr. Reis wird somit eine Schlüsselrolle in der Diagnostik und Therapie von Tumorerkrankungen übernehmen.

Die molekulare Pathologie ergänzt die morphologische Gewebsbegutachtung und unterstützt die Erstellung genauer Diagnosen sowie kritische Therapieentscheidungen. Sie bildet die Grundlage der personalisierten Medizin, die speziell angepasste Therapien für bestimmte Tumorerkrankungen und Gendefekte bietet. Dabei kommen Methoden der Molekularbiologie zum Einsatz, etwa die Polymerasekettenreaktion (PCR) und Sequenzanalysen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Molekulare Diagnostik im Fokus

Ein besonderes Merkmal der modernen Diagnostik ist die Einführung der gezielten massiven Parallelsequenzierung („Targeted Next Generation Sequencing“), die es erlaubt, mehrere Analysen zeitgleich durchzuführen. Dies geschieht häufig durch die Anwendung von Panels, die hunderte Mutationshotspots in zahlreichen Genen untersuchen. Solche Panels werden regelmäßig aktualisiert, um die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu integrieren.

Das Labor für molekulare Pathologie bietet verschiedene diagnostische Methoden an. Dazu gehören PCR- und/oder arraybasierte Nachweise von Bakterien, Viren und Pilzen, sowie In-situ-Analysen zur Erkennung von genetischen Abweichungen in Tumoren. Ziel ist es, ein umfassendes Mutationsprofil eines Tumors zu erstellen und Genexpressionsuntersuchungen durchzuführen, um das Risiko für bestimmte Tumorentitäten, wie etwa Mammakarzinome, besser abschätzen zu können.

Dr. Reis wird zusammen mit einem Team aus drei Biologen, vier technischen Assistenten und molekularpathologisch geschulten Ärzten arbeiten. Das Labor ist akkreditiert und beteiligt sich an externen Ringversuchen im Rahmen der Qualitätsinitiative Pathologie (QuiP), um hohe Standards in der molekularpathologischen Diagnostik sicherzustellen.

Weitere Berufungen an der Universität

In einem weiteren Schritt hat Dr. Rossana Cavagnini zum 1. Februar 2025 den Ruf auf die Juniorprofessur für ‚BWL, insb. Data Analytics‘ an der Mercator School of Management / Fakultät für Betriebswirtschaftslehre angenommen. Zudem hat Dr.-Ing. Katharina Glock zum 1. Februar 2026 den Ruf auf die Professur für ‚Technische Logistik‘ an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften angenommen.

Dr. rer. pol. Hannah Illing wird ebenfalls zum 1. Februar 2026 eine Juniorprofessur für ‚VWL, insb. regionale Ungleichheit‘ an der Mercator School of Management übernehmen. Diese verschiedenen Berufungen unterstreichen das Bestreben der Universität, führende Fachkräfte in ihren jeweiligen Bereichen zu gewinnen und somit die akademische Landschaft weiter zu bereichern.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte die Redaktion: Dr. Alexandra Nießen, Tel. 0203/37-91487.