Im Rahmen eines internationalen Projekts zur nachhaltigen Landwirtschaft und Biodiversität findet vom 24. bis 31. März 2026 ein bedeutendes Treffen an der University of Buea in Kamerun statt. Die Universität Rostock leitet das Projekt „Underutilized Plants in Agroecosystems – Transnational Teaching and Research Network for Regional Development“ (UnderPlanet), an dem Teilnehmer aus Ecuador, Äthiopien, Kolumbien und Deutschland beteiligt sind. Dieses Treffen zieht Experten und Interessierte zusammen, um die Herausforderungen der Landwirtschaft im Kontext des Klimawandels zu erörtern und innovative Lösungen zu entwickeln.
Besonderes Augenmerk liegt auf einer zweitägigen Workshop-Veranstaltung, gefolgt von mehrtägigen Exkursionen in verschiedene Anbauregionen Kameruns. Ziel der Exkursionen ist es, wenig genutzte Pflanzenarten zu untersuchen, die potenziell zur Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Systeme gegenüber klimatischen Veränderungen und Dürreperioden beitragen können. In diesem Zusammenhang wird auch die Stärkung der Ernährungssicherheit in den beteiligten Regionen angestrebt. Laut den Angaben der Universität Rostock wird das Projekt seit 2024 im Rahmen des SDG-Partnerschaftsprogramms des DAAD gefördert.
Fokus auf wenig genutzte Pflanzenarten
Das Projekt verfolgt eine integrative Herangehensweise, die die Einrichtung von „Field Labs“ in fünf Partnerländern umfasst. Diese Field Labs dienen zur Erprobung von Anbausystemen, die wenig genutzte Pflanzenarten integrieren. Ein wesentliches Merkmal dieser Anbausysteme ist die Integration von Bäumen, die zur Förderung von Bodenschutz, Biodiversität und Mikroklimaregulation beitragen sollen. Durch derartige innovative Ansätze soll das Projekt langfristig einen Beitrag zur Lösung globaler Herausforderungen wie Klimawandel und Ernährungssicherheit leisten.
Die Durchführung von Workshops und Exkursionen in Ländern wie Ecuador und Kuba hat bereits die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Nationen gelegt und das Interesse an der Erforschung dieser Pflanzenarten gesteigert. Die Leitung des Projekts obliegt Bettina Eichler-Löbermann, während die Projektkoordination von Maxim Schunvitsch übernommen wird. Beide Vertreter der Universität Rostock betonen die Wichtigkeit internationaler Studienprogramme und die Förderung junger Wissenschaftler*innen durch Forschungsaufenthalte.
Ziele und Erwartungen
Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die Entwicklung internationaler und nachhaltiger Lösungen, die die Auswirkungen des Klimawandels abmildern und die Ernährungssicherheit langfristig gewährleisten sollen. Die Teilnehmer hoffen, dass die während des Treffens generierten Ideen und die gesammelten Erfahrungen zu einem umfassenden Verständnis der Rolle weniger genutzter Pflanzen in modernen Agrarsystemen führen. Damit wird ein wichtiger Schritt in Richtung einer resilienteren und nachhaltigeren Landwirtschaft in den beteiligten Regionen gemacht.



