Sidebar Werbung
Sidebar Werbung

Mit dem Aufstieg neuer Technologien im Bildungswesen verändert sich auch die Art und Weise, wie Sprachen gelehrt und gelernt werden. Besonders die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) spielt dabei eine entscheidende Rolle. An der Technischen Universität Braunschweig ist Jan-Erik Leonhardt als neuer Juniorprofessor für Englische Fachdidaktik tätig. Sein Fokus liegt auf der Untersuchung, wie Medien wie Literatur, Filme, Serien und eben auch KI in den Englischunterricht einfließen können. Laut dem Bericht von TU Braunschweig forscht Leonhardt zu den Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern sowie zur Professionalisierung von Fremdsprachenlehrkräften.

Ein bemerkenswerter Aspekt seiner Arbeit ist die länderübergreifende Studie über die Kompetenzen von angehenden Englischlehrer*innen im Umgang mit Filmen. Auch das Engagement im Bereich der Holocaust-Erzählungen ist hervorzuheben, wo er das „Centre for Pictorial Holocaust Narratives“ gegründet hat. Hierbei wird Wert auf Geschichten gelegt, die nicht nur das Fremdsprachenlernen bereichern, sondern auch zur gesellschaftlichen Teilhabe anregen sollen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Künstliche Intelligenz im Sprachunterricht

Künstliche Intelligenz ist längst kein futuristisches Konzept mehr; sie hat sich in unserem Alltag etabliert. Diese Technologien, wie sie beispielsweise in Suchmaschinen, sozialen Medien oder Sprachassistenten vorkommen, gewinnen auch im Fremdsprachunterricht zunehmend an Bedeutung. Die Disziplin des Natural Language Processing (NLP) befasst sich dabei mit dem Verständnis gesprochener Sprache und Texten durch Computer. Laut Goethe-Institut sind es insbesondere Algorithmen und neuronale Netzwerke, die notwendig sind, um Muster in unstrukturierten Daten zu erkennen.

In-article Werbung
In-article Werbung

Im Unterricht sind Übersetzungssoftware und mobile Anwendungen oft im Einsatz. Lernende nutzen ihre Smartphones, um schnell unbekannte Wörter oder Sätze zu übersetzen. Fortschritte in der Übersetzungstechnologie, insbesondere durch Unternehmen wie DeepL, haben dazu geführt, dass maschinelle Übersetzungen von professionellen Übersetzungen kaum zu unterscheiden sind. Eine Blindstudie bestätigte, dass DeepL-Übersetzungen als natürlicher empfunden wurden als die von Konkurrenzprodukten.

Die Zukunft des Sprachunterrichts

Die Entwicklungen in der KI-Technologie machen auch die Erzeugung von Texten zunehmend einfacher. OpenAI’s GPT-3, das 2020 entwickelt wurde, ist ein bemerkenswertes Beispiel für auf KI basierende Textgeneratoren, die im Fremdsprachenunterricht genutzt werden könnten. Diese können Aufsätze oder Dialoge für Lernende erstellen und so den Prozess des Sprachenlernens fördern, beschreibt das Bildungsserver.

Umso wichtiger wird es, dass Lehrkräfte lernen, KI-Technologien verantwortungsvoll einzusetzen. Sie können ihre Schüler*innen dabei unterstützen, das metasprachliche Bewusstsein zu fördern und die Grenzen dieser Technologien zu erkennen. Lernende sind gefordert, maschinell übersetzte Texte zu analysieren und Fehler zu korrigieren, um ein tieferes Verständnis für die Funktionsweise dieser Software zu entwickeln.

Die Zukunft des Fremdsprachenunterrichts könnte durch neue Lernansätze, die KI und moderne Medien einbinden, entscheidend beeinflusst werden. Jan-Erik Leonhardt und die Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz bieten spannende Perspektiven und neue Impulse für Lehrende und Lernende. In jedem Fall sind Bildungseinrichtungen und Lehrkräfte gefordert, sich diesen Veränderungen aktiv zu stellen und innovative Methoden in ihrem Unterricht zu erproben.