Am 13. März 2026 wird der neu konzipierte Raum „Wege“ im Forum Wissen eröffnet. Ursprünglich als „Holzweg“ bekannt, erfährt dieser Bereich eine umfassende Umgestaltung, um die vielfältigen Lebens- und Berufswege aus Vergangenheit und Gegenwart zu thematisieren. Die Ausstellung fokussiert besonders auf die Wege des Wissens, die Menschen gehen, Fragen formulieren und Antworten suchen. Sie soll Besuchern verschiedene Ausgangspunkte, Bedingungen und Gestaltungsmöglichkeiten für die erkundeten Lebenswege sowohl innerhalb als auch außerhalb der Universität aufzeigen. Uni Göttingen berichtet, dass die Veranstaltung um 17.30 Uhr mit einer interaktiven Abendveranstaltung eröffnet wird.
Die Einführung in die Ausstellung wird von Dr. Sandra Potsch und der Kuratorin Janne Arp-Neumann übernommen. Das Programm umfasst zahlreiche Mitmach-Aktivitäten, bei denen unter anderem Tarek Zaibi, ein Lehrer und Influencer, sowie Dr. Peter Birke, Sozialwissenschaftler vom Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen, teilnehmen. Auch Dr. Sebastian Kubon von der Initiative #ichbinhanna und Tamina Beckerat, eine Malermeisterin aus Bilshausen, werden aktiv in die Eröffnung einbezogen. Weitere Details zur Veranstaltung finden sich auf der Webseite des Forums unter www.forum-wissen.de/event/unsere-wege/.
Digitale Transformation in Museen
In einer Zeit, in der klassische Museumsformate zunehmend in Frage gestellt werden, setzen Museen verstärkt auf digitale Angebote. Interaktive Anwendungen ersetzen zunehmend traditionelle Broschüren und Audioguides. Ein Beispiel hierfür sind Medienguide-Apps und die Objekt-Dating-App Ping!, die den Besuch interaktiver und ansprechender gestalten. Dabei kommt auch Augmented Reality (AR) verstärkt zum Einsatz, um historische Inhalte anschaulicher zu gestalten, wie kubi-online berichtet.
Die Corona-Pandemie hat Museen dazu angeregt, digitale und hybride Führungsangebote zu entwickeln. Initiativen wie den VimukiTours des Historischen Museums Saar richten sich gezielt an Kinder und Jugendliche. Zudem bieten Museen mittlerweile digital aufbereitete Unterrichtsmaterialien an und nutzen Online-Kursformate, um ein breiteres Publikum, einschließlich Erwachsener, zu erreichen. Ein Beispiel für solch ein Angebot ist der MOOC des MOMA, der Kunstinteressierten online zugänglich gemacht wurde.
Partizipation und Interaktion im digitalen Bildungsangebot
Ein trendiger Aspekt in der kulturellen Bildung ist die zunehmende Partizipation von Jugendlichen. Diese gestalten nicht nur Webseiten, sondern erstellen auch Podcasts. Der Fokus auf interaktive Formate hat die Entwicklung von Workshops zu digitalen Techniken angestoßen. Diese Workshops fördern nicht nur digitale Kompetenzen, sondern auch die Selbstwirksamkeit der Teilnehmer. Herausforderungen, wie die Notwendigkeit, eigene Geräte zu nutzen, erfordern jedoch ein hohes Maß an Betreuung.
Die digitale Transformation in Museen ist nicht nur eine technologische Herausforderung, sondern wirft auch Fragen nach neuen Kompetenzen und interdisziplinären Ansätzen auf. Museen sind verpflichtet, ihre Angebote sowohl digital als auch analog zu kombinieren, um den Bildungsauftrag in dieser dynamischen Landschaft zu erfüllen. Die fortschreitende digitale Öffnung der Sammlungen und der aktive Austausch mit dem Publikum sind zentrale Elemente, die in diesem Kontext immer wichtiger werden.