Am 7. April 2026 eröffnete Prof. Stefan Sinzinger, Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, das internationale Symposium zur Interferometrie an der Technischen Universität Ilmenau. Die Veranstaltung, die vom Institut für Prozessmess- und Sensortechnik (IPMS) organisiert wurde, richtet sich an Wissenschaftler und Fachleute aus verschiedenen disziplinären Bereichen, die sich mit präzisen Messtechniken auseinandersetzen.

Das Symposium bietet Einblicke in aktuelle Anwendungen und Entwicklungen in der Interferometrie, einer Technik, die die Interferenz überlagerter Wellen nutzt, um Informationen zu gewinnen. Diese Technologie findet breite Anwendung in der Astronomie, Ingeniormetrologie und Medizin, unter anderem zur hochpräzisen Messung von Mikroskopischen Verschiebungen und Oberflächenunregelmäßigkeiten, wie Wikipedia erläutert.

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Themenvielfalt und Fachvorträge

Zu den Themenschwerpunkten des Symposiums gehörten die Anwendungen der Interferometrie in der Halbleiterindustrie, optische Messtechnik und innovative holografische Verfahren für die Medizin und Mikroelektronik. Dr. Chiara Lindner vom Fraunhofer IPM beleuchtet die Verbesserung der Infrarotspektroskopie mithilfe quantentechnologischer Methoden. Zudem erläutert Prof. Jeff Kuhns vom Institute for Astronomy, Hawaii, wie Interferometrie zur Suche nach extrasolaren Monden und potenziellem Leben im Universum eingesetzt wird.

Das IPMS, unter der Leitung von Prof. Thomas Fröhlich und Prof. Thomas Kissinger, blickt auf über 60 Jahre Forschung im Bereich präziser Messmethoden zurück. Ein wichtiges Ziel dieser Forschung ist die kontinuierliche Weiterentwicklung und Verfeinerung der Interferometrie, deren aktuelle Auflösungen bis zu 1 Pikometer betragen. Um dies zu erreichen, wurden kleinste Störeinflüsse wie Erschütterungen und Luftdruckeränderungen berücksichtigt, um extreme Präzision zu gewährleisten.

Förderung des Austausches zwischen Wissenschaftlern

Das Symposium dient auch zur Förderung des Austauschs zwischen den teilnehmenden Wissenschaftlern. Hier werden Best Practices präsentiert, innovative Fallstudien diskutiert und Einblicke in aktuelle technologische Entwicklungen gegeben. Die Veranstaltung hebt die Begeisterung für die Interferometrie hervor und zielt darauf ab, deren Bedeutung in der modernen Wissenschaft zu verdeutlichen.

Ein besonders bedeutender Aspekt wird durch den Welttag der Interferometrie hervorgehoben, der an den Physiker Albert A. Michelson erinnert. Michelson, der erste US-amerikanische Nobelpreisträger für Physik, entwickelte im 19. Jahrhundert das Interferometer und gilt als Pionier der optischen Messtechnik.

Interferometrie ist eine Schlüsseltechnologie in vielen modernen Anwendungen. Es wird besonders in der Astronomie verwendet, um hochauflösende Beobachtungen durch Apertur-Synthese zu erreichen, und in der medizinischen Bildgebung, etwa bei der optischen Kohärenztomographie, die zeigt, wie diese Technologie die medizinische Diagnostik revolutionieren kann. Neben den schon erwähnten Anwendungen sind Techniken wie holografische Interferometrie und elektronische Specklemuster-Interferometrie von großer Bedeutung, beispielsweise zur Überwachung von Verformungen und strukturellen Veränderungen, wie von Fraunhofer IPM beschrieben.

Das Symposium an der TU Ilmenau stellt nicht nur einen Meilenstein in der wissenschaftlichen Gemeinschaft dar, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Fortentwicklung der Messmethoden in der Interferometrie.