Die Partnerschaft zwischen der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBw H) und dem Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein e.V. nimmt Gestalt an. In einem feierlichen Akt unterzeichneten Manja Biel, die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes, und Prof. Dr. Klaus Beckmann, Präsident der HSU, eine Kooperationsvereinbarung, die den Studiengang Bauingenieurwesen betrifft. Diese Vereinbarung soll nicht nur die akademische Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte aus der Bauwirtschaft fördern, sondern auch den Praxisbezug im Studium entscheidend stärken, wie hsu-hh.de berichtet.
Ab Oktober 2026 stehen im Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen bis zu zehn Studienplätze für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Mitgliedsunternehmen des Bauindustrieverbandes zur Verfügung. Damit ermöglicht die HSU den Fachleuten, in nur zweieinviertel Jahren den Bachelor und in weiteren eindreiviertel Jahren den Master abzuschließen, sodass beide Abschlüsse innerhalb von vier Jahren erworben werden können. Ein durchdachtes Angebot, das es den Teilnehmenden erlaubt, früher in ihre Unternehmen zurückzukehren.
Flexibilität und individuelle Betreuung
Die Vorteile des neuen Studienprogramms sind vielfältig: Die Ausbildung ist wissenschaftlich fundiert und anwendungsorientiert, und die Teilnehmer:innen profitieren von einer individuellen Betreuung sowie interdisziplinären Lehrangeboten, die durch kleine Lerngruppen ermöglicht werden. Biel hebt hervor, dass die Flexibilität der Vereinbarung besonders vorteilhaft ist, da Kosten nur bei tatsächlicher Nutzung eines Studienplatzes entstehen.
Diese Kooperation zwischen HSU und Bauindustrieverband zielt auf eine langfristige Gewinnung qualifizierter Ingenieure und Ingenieurinnen ab. Laut ingenieur.de hat das Projekt auch einen übergeordneten Rahmen im Kontext der Campusentwicklung: Die Planungen für den neuen „Campus DOK“ der HSU laufen bereits. Mit einem Investitionsvolumen von rund 1 Milliarde Euro und dem Ziel eines klimaneutralen Wissenschaftsstandorts zählt dieses Vorhaben zu den größten Hochschulbauprojekten Deutschlands.
Das Projekt umfasst eine Arealgröße von etwa 205.000 m² und verbindet Neubauten mit sanierten Bestandsgebäuden. Im Rahmen einer integrierten Projektabwicklung (IPA) arbeiten Bauherr, Planer und ausführende Unternehmen gleichberechtigt zusammen, um den Prozess effizient und transparent zu gestalten. In der Mitteilung wird auch betont, dass dieser Campus für die akademische Ausbildung des Führungskräftenachwuchses der Bundeswehr von großer Bedeutung ist und den Wissenschaftsstandort Hamburg entscheidend stärken wird.
Ausblick auf die akademische Landschaft
Insgesamt zeigt die Kooperation zwischen der HSU und dem Bauindustrieverband nicht nur, dass der Bauingenieurwesen-Bereich in Deutschland ein wichtiges Ausbildungsfeld darstellt, sondern auch, dass es eine Vielzahl an Möglichkeiten für Studierende gibt, die ihre Ausbildung in diesem Bereich erwägen. Deutschland bietet über 650 Hochschulstandorte und mehr als 20.000 Studienangebote für angehende Bauingenieure, wie studieren.de zusammenstellt.
Die Entwicklung eines soliden Gespanns aus Theorie und Praxis fördert nicht nur die Karriere von Studierenden, sondern sichert auch die Zukunft der regionalen Bauindustrie. Diese Initiative ist somit ein vielversprechender Schritt, um Fachkräfte für kommende Herausforderungen fit zu machen und dabei den akademischen Austausch mit der Praxis zu intensivieren.



