Der Studienbeginn an der TU Bergakademie Freiberg rückt näher, denn ab Oktober 2026 wird ein neuer interdisziplinärer Diplomstudiengang „Recht und Wirtschaft“ angeboten. Dieser innovative Studiengang kombiniert juristische, wirtschaftswissenschaftliche und wirtschaftshistorische Inhalte, um eine umfassende Analyse wirtschaftsrechtlicher Problemstellungen zu ermöglichen. Laut TU Freiberg wird das Angebot den bestehenden Bachelor-Studiengang „Business and Law“ ersetzen. Der Wechsel schreitet in einer Zeit voran, in der interdisziplinäre Ansätze in der Ausbildung immer wichtiger werden.
Der Studiendekan, Professor Ronny Hauck, hebt die Schwerpunkte des Studiengangs hervor, der auf forschungsbasierte Lehrangebote setzt. Besondere Beachtung finden aktuelle Themen wie die digitale Transformation und die Circular Economy. Die Studierenden können insgesamt zehn Semester lang tiefgehende Kenntnisse sammeln und werden durch die Wahl- und Vertiefungsmöglichkeiten in die Lage versetzt, individuelle Profile zu entwickeln. Besondere Module sind beispielsweise Unternehmensführung, Entrepreneurship sowie Energie- und Rohstoffwirtschaft.
Praxisorientierung und Karrierechancen
Ein wesentliches Merkmal des neuen Studiengangs ist der hohe Praxis-Anteil, der durch Fallstudien, Vertragsanalysen, Workshops und integrierte Praktika geprägt ist. Diese praxisnahe Ausbildung bereitet die Absolventen darauf vor, rechtliche Risiken im wirtschaftlichen Kontext zu erkennen und fundierte Entscheidungen zu treffen. So sind sie gut für verschiedene Berufsfelder vorbereitet, die sowohl in der Wirtschaft als auch in der öffentlichen Verwaltung liegen können. Die Berufsaussichten sind laut Uni Graz vielversprechend, da ein breites Spektrum an Beschäftigungsmöglichkeiten in wirtschaftlichen Bereichen, Sicherheitsdiensten und der öffentlichen Verwaltung besteht.
Interessierte, die einen Abitur- oder fachgebundenen Hochschulabschluss vorweisen können, können sich ab dem 1. April 2026 für den neuen Studiengang bewerben. Die Einschreibefrist endet am 30. September 2026 und gilt für das Wintersemester 2026/27.
Zusätzliche Bildungsangebote
Zusätzlich zu dem Diplomstudiengang bietet die Universität Graz ebenfalls interdisziplinäre Studiengänge an, die sich mit den Herausforderungen des digitalen Wandels auseinandersetzen. Hierbei steht die Spezialisierung auf Wirtschaftsrecht, öffentliche Verwaltung sowie Sicherheit und Strafvollzug im Fokus. Dabei geht es darum, Fähigkeiten zur Analyse und Lösung rechtlicher Fragestellungen im wirtschaftlichen, sozialen und technologischen Kontext zu entwickeln.
Ebenfalls erwähnt die Universität Graz die Möglichkeit von Micro-Degrees, die sich mit Künstlicher Intelligenz und ihrer gesellschaftlichen Relevanz befassen. Diese zusätzlichen Bildungsangebote tragen dazu bei, die Theorie mit praktischen Anwendungen zu verknüpfen und den Studierenden eine solide Ausbildung zu bieten.
Insgesamt stehen die Zeichen auf Wandel bei der TU Freiberg und der Uni Graz. Die neuen Angebote zielen darauf ab, aktuelle und zukünftige Herausforderungen in einer zunehmend digitalisierten Welt zu meistern und Absolventen optimal auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten.