Am 15. Februar 2026 wurde Dr. Nina Lemmens zur Geschäftsführerin des Management Office der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) ernannt. Diese bedeutende Position folgt auf eine langjährige Karriere beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), wo sie 22 Jahre tätig war, davon fünf Jahre in New York, wo sie das DAAD-Büro Nordamerika leitete. Hier arbeitete sie eng mit dem Verbindungsbüro der UA Ruhr zusammen, was ihre Eignung für die neue Rolle stärkt. Prof. Dr. Barbara Albert, Rektorin der Universität Duisburg-Essen und Sprecherin der UA Ruhr, äußerte sich positiv über diese Ernennung und betonte die Wichtigkeit von Lemmens‘ Erfahrung in der Kommunikationsabteilung des DAAD.

Dr. Lemmens bringt wertvolle Kompetenzen mit, die sie in ihrer bisherigen Laufbahn gesammelt hat. Neben ihrer Tätigkeit beim DAAD verbrachte sie sieben Jahre in Stiftungen mit Schwerpunkten in Wissenschaft, Bildung und gesellschaftspolitischer Vermittlung. Ein wichtiges Projekt in ihrer Biografie ist das „Haus der Demokratie“, welches ihre Perspektive geprägt hat, Universitäten als Grundpfeiler der Demokratie zu betrachten.

Strategische Vernetzung und gesellschaftspolitisches Engagement

In ihrer neuen Position plant Lemmens, einen gesellschaftspolitischen Blick in die Arbeit der UA Ruhr einzubringen. Sie sieht die Stärke von Kooperationen als zentral an, um die großen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft zu bewältigen. Die internationale Vernetzung ist für Lemmens besonders wichtig, da sie die strategische Ausrichtung der UA Ruhr entscheidend weiterentwickeln möchte.

Das Management Office, unter Lemmens‘ Führung, bündelt koordinative und administrative Aufgaben und wurde mit dem neuen Kooperationsvertrag der UA Ruhr ins Leben gerufen. Es führt die bisherige Geschäftsstelle und die Administration der Research Alliance Ruhr zusammen. Der aktuelle Managing Director der Research Alliance, Jürgen Hein, begleitet den Übergang bis Ende des Monats, bevor er nach Düsseldorf zurückkehrt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben unter der neuen Geschäftsführung der UA Ruhr aktiv.

Internationale Kooperationen als Schlüssel zum Erfolg

Die UA Ruhr ist Teil einer breiteren Bewegung deutscher Hochschulen, die sich zunehmend in internationalen Hochschulkooperationen engagieren. Diese Kooperationen sind nicht nur für die Forschung und Lehre wichtig, sondern auch für die Studierendenmobilität. Die Universität Duisburg-Essen verfolgt dabei einen Bottom-Up-Ansatz, bei dem Kooperationsverträge mit ausländischen Einrichtungen vorwiegend von Hochschullehrenden initiiert werden, gemäß den gemeinsamen Interessen in Lehre und Forschung. Diese Strategie soll die internationale Ausrichtung aller Beteiligten unterstützen und lehr- sowie forschungsbasierte Kooperationen förderlich machen.

Zusätzlich wird angestrebt, internationale Masterprogramme zu entwickeln, basierend auf den bestehenden Profilschwerpunkten der UDE. Dies stellt einen wichtigen Schritt dar, um die Studierenden auf die globalisierten Arbeitsmärkte vorzubereiten.

Deutsche Hochschulen, einschließlich der UA Ruhr und der UDE, setzen verstärkt auf transnationale Bildung (TNB), welche eine zentrale Rolle in ihren Internationalisierungsstrategien spielt. Die HRK hat 2013 einen Kodex für deutsche Hochschulprojekte im Ausland verabschiedet, der qualitative Mindestanforderungen definiert, die sowohl von deutschen als auch ausländischen Partnern eingehalten werden müssen. Hochschulen, die sich diesem Kodex anschließen, positionieren sich als interkulturell sensible Partner im Bildungssystem.

Mit der Ernennung von Dr. Nina Lemmens zur Geschäftsführerin des Management Office der UA Ruhr wird die Vorreiterrolle der UA Ruhr in der internationalen Hochschulzusammenarbeit weiter gefestigt. Die anstehenden Herausforderungen in der akademischen Kooperation und die Entwicklung internationaler Programme sind durch ihre Expertise bestens gerüstet.